PHOTOVOLTAIK-FÖRDERUNG IN ÖSTERREICH

 

In diesem Kapitel stellen wir Ihnen die komplexe Fördersituation für Photovoltaikanlagen in Österreich in einer Tabellenübersicht dar. Sie finden Informationen zu bundesweiten Förderungen wie z.B. das Ökostromgesetz oder die Photovoltaik-Förderungen des Klima-und Energiefonds. Eine Förderung für Stromspeicher wie in einzelnen Bundesländern gibt es bundesweit derzeit nicht. In welchem Zusammenhang das Ansuchen um Förderung mit dem gesamten organisatorischen Ablauf zur Errichtung einer PV-Anlage steht, erfahren Sie hier.

Über die Österreichkarte können Sie alle länderspezifischen Förderungen für Photovoltaik und Stromspeicher in den jeweiligen Bundesländern ersehen bzw. durch Klick auf das jeweilige Bundesland Detailinfos inklusive Kontaktperson und nützlichen Links abrufen. Über etwaige Unterstützung für Photovoltaikanlagen durch die Wohnbauförderung des Landes, bitten wir Sie, sich bei den betreffenden Stellen des Bundeslandes zu informieren.

 

 

Österreichweite Förderungen für Photovoltaik

 

Bundesweite Investitionsförderung für Klein-Anlagen (bis 5 kWp)

 

Gefördert werden PV-Anlagen (Private und Betriebe). Der Investitionszuschuss ist für die ersten 5 kWp einer Anlagen erhältlich.

Förderbudget: 8 Millionen Euro

Förderstart: 1. März 2017
Förderende: 30. November 2017

 

Förderpauschale Einzelanlagen

  • 275 Euro/kWp für freistehende Anlagen und Aufdachanlagen (max. jedoch 35 % der anerkennbaren Investkosten)
  • 375 Euro/kWp für gebäudeintegrierte Anlagen (max. jedoch 35 % der anerkennbaren Investkosten)

Förderpauschale Gemeinschaftsanlagen

  • 200 Euro/kWp für freistehende Anlagen/Aufdachanlagen pro Antrag (max. jedoch 35 % der anerkennbaren Investkosten)
  • 300 Euro/kWp für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen pro Antrag (max. jedoch 35 % der anerkennbaren Investkosten)

Wichtiges zur Antragstellung

  • Errichtungszeit 12 Wochen ab Registrierung; spätestens jedoch bis 8. März 2018 (wenn Registrierung am 30. November 2017 erfolgte)
  • Förderung von Gemeinschaftsanlagen: Mind. 2 Wohn- bzw. Geschäftseinheiten. Max. 5 kWp/Person; max. 30 kWp in Summe; jeder Beteiligte muss separaten Förderantrag stellen.
  • Ein Antragsteller kann die Förderung für mehrere PV-Anlagen an verschiedenen Standorten beantragen (nicht aber am selben Standort)
  • Kombination mit anderen Bundes- bzw. Landesförderungen nicht möglich (keine Doppelförderung der Anlagen) – Nur der nicht geförderte Anteil darf von einer zweiten Stelle gefördert werden (außer die zweite Förderstelle negiert eine Anschlussförderung)
  • Nur 5 kWp einer Anlage sind förderbar. Darüber hinaus gehende Leistung wird nicht gefördert.
  • Erweiterung von bestehenden Anlagen werden nicht gefördert.
  • Errichtung der Anlage erst nach erfolgter Registrierung – ansonsten Verlust der Förderung

Hier finden Sie den ausführlichen Förderleitfaden Gesamter Förderleitfaden 2017 .

 

Ihr Weg zur Förderung

  1. Planen Sie Ihre Anlage in Ruhe mit einem professionellen Fachbetrieb und holen Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber einen Zählpunkt.
  2. Registrierung (1. Schritt): Mit der Registrierung erhalten Sie die Bestätigung, dass das Fördergeld für Ihre Anlage 12 Wochen lang reserviert ist.
  3. Errichtung der Anlage: Wird die Anlage nicht innerhalb der 12 Wochen nach der Registrierung abgerechnet, erlischt der Anspruch auf Förderung für dieses Jahr.
  4. Antragstellung (2. Schritt)

Auf Grund der Umsetzungsfrist von 12 Wochen ist es wichtig, entweder bei der Registrierung bereits alle notwendigen Bescheide vorliegen zu haben, oder sie rechtzeitig zu erhalten, damit die Anlage innerhalb von 12 Wochen nach der Registrierung errichtet werden kann. Ansonsten erlischt der Förderantrag.

Gesamter Förderleitfaden 2017

 

FAQ

 

Förderhomepage    www.pv.klimafonds.gv.at

Informationen zum noch vorhandenem Förderbudget    www.meinefoerderung.at/webprivate/pv2017_budget

Registrierung          www.meinefoerderung.at/webprivate/pv2017

 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Serviceteam Photovoltaik der Kommunalkredit Public Consulting gerne zur Verfügung:
Abwicklungsstelle KPC
Serviceteam Photovoltaik
Tel. +43 (0) 1/31 6 31-730
Fax: DW 99-730
E-Mail: pv@kommunalkredit.at

 

Bundesweite Investitionsförderung für PV-Anlagen in der Land- und Forstwirtschaft (5-50 kWp)

Förderung von Photovoltaikanlagen in der Land- und Forstwirtschaft in der Größe von 5 kW bis 50 kW.

 

Förderpauschale

  • 275 Euro/kWp für freistehende Anlagen/Aufdachanlagen (max. jedoch 40 % der anerkennbaren Investkosten)
  • 375 Euro/kWp für gebäudeintegrierte PV-Anlagen (max. jedoch 40 % der anerkennbaren Investkosten)

Gesamtes Förderbudget: 5,95 Mio. Euro.

Die Förderung läuft bis 15. November 2017.

 

Ihr Weg zur Förderung

  • Vorbereitung der Dokumente
  • Antragstellung für die Förderung (noch vor rechtsverbindlicher Bestellung/Lieferung/Baubeginn/Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht)
  • Beurteilung & Genehmigung durch Klima- und Energiefonds/KPC
  • Errichtung der Anlage (6 Monate nach Genehmigung)
  • Übermittlung der Endabrechnung & Auszahlung der Förderung

Unter gewissen Bedingungen sind Anlagenerweiterungen förderbar (siehe Förderleitfaden im Anhang).

 

Punkteverteilung für das Projekt

Die Förderwürdigkeit der Projekte entscheidet sich anhand der erreichten Punkteanzahl des Projektes: Um eine Förderung zu erhalten ist bei den Auswahlkriterien eine Mindestpunktezahl von 5 zu erreichen.

 

Förderhomepage: www.pv-lw.klimafonds.gv.at

Hier geht es zur Antragstellung: https://www.meinefoerderung.at/webklien/?execution=e2s1&cluster=pvlw

 

Leitfaden PV-Foerderung Land- und Forstwirtschaft

 

FAQ

 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Serviceteam „Photovoltaik-Anlagen in der Land- und Forstwirtschaft“ der Kommunalkredit Public Consulting gerne zur Verfügung:

Kommunalkredit Public Consulting GmbH
Türkenstraße 9
1092 Wien
Telefon: 01/316 31-713
E-Mail: umwelt@kommunalkredit.at

Bundesweite Tarifförderung für Anlagen auf Gebäuden 5 kWp bis 200 kWp

Die Tarifförderung ist im bundesweit gültigen Ökostromgesetz geregelt. Das Ökostromgesetz besteht seit dem Jahr 2002 und wurde bereits mehrfach novelliert. Die Ökostromtarifförderung gilt für Anlagen die größer als 5 kWp sind. Für den in das Stromnetz eingespeisten Strom wird ein Fördertarif gewehrt. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung (Ökostromverordnung) geregelt. Nach Vertragsabschluss gelten die Tarife für 13 Jahre. Pro Jahr steht für die Photovoltaik ein Förderbudget von 8 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2012 ist neu, dass es bei Aufdachanlagen zusätzlich zum Fördertarif einen einmaligen Investzuschuss gibt. Inzwischen gibt es nur mehr die Förder-Größenklasse (größer 5 kWp bis 200 kWp; Modulspitzenleistung).

 

Einspeisetarife für PV-Strom 2017

Der PV-Einspeisetarif für Antragsteller im Jahr 2017 liegt bei 7,91 Cent/kWh. Der einmalige Investitionszuschuss liegt bei 40 % der Errichtungskosten, höchstens jedoch 375 Euro/kWp.

Einspeisetarife 2017

 


Wichtige Informationen zur Antragsstellung

  • Anträge auf Förderung von sämtlichen Ökostromanlagen (PV, Biogas, Windkraft, Kleinwasserkraft etc.) können wieder am 09.01.2017, 17:00 Uhr MEZ eingebracht werden.
  • Die Förderanträge können ausschließlich online über die Homepage eingebracht werden. Benützen Sie dafür bitte den LOGIN-Button (ganz oben positioniert) auf der Homepage der Förderstelle. Die Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht möglich.
  • Ein Förderantrag kann nur dann bei der Ökostromabwicklungsstelle eingebracht werden, sofern mit der Errichtung bzw. Revitalisierung der Anlage zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen wurde.
  • Als Zeitpunkt des Einlangens eines Antrages gilt der Eingang des vollständigen Ticket-Antrages. ACHTUNG: Werden an einem Kalendertag mehrere Ticket-Anträge, die dieselbe Anlage (Zählpunktbezeichnung) betreffen, eingebracht, ist nur das letzte Ticket gültig. Der Antrag kann somit nur mit dem zuletzt gezogenen Ticket vervollständigt werden!
  • OeMAG ist jederzeit berechtigt, Benutzer vom Zugriff auf das elektronische Abwicklungssystem auszuschließen. Daher ist insbesondere die Anwendung von automatisierten Eingabesystemen („robots“) nicht zulässig und führt zum Ausschluss von der Antragstellung. Insbesondere bei Tickets, die innerhalb von 15 Sekunden nach Systemfreischaltung ausgefüllt abgeschickt werden, geht die OeMAG davon aus, dass diese Tickets nicht manuell, sondern mit sogenannten automationsgestützten Eingabesystemen („robots“) abgegeben wurden.

Leitfaden zur Antragstellung 2017

 

Wichtige Information für Antragsteller Photovoltaik

  • Sollte der Ökostromerzeuger, der einen Antrag für eine PV-Anlage in den Jahren 2016 oder 2017 eingebracht hat, von der OeMAG eine E-Mail mit der „Aufforderung zur Erfassung der übrigen vertragsrelevanten Daten“ erhalten, so ist er verpflichtet, der OeMAG binnen 3 Monaten nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise (zB gegengezeichnetes Angebot, Rechnungen, Verträge etc) über die Bestellung der beantragten Photovoltaikanlage zu übermitteln. Wird dieser Nachweis nicht erbracht, kann der Antrag des Ökostromerzeugers nicht im Förderkontingent berücksichtigt werden.
  • Die Kombination der Förderaktion „Photovoltaik-Anlagen“ des Klima- und Energiefonds (KLIEN) mit anderen Bundesförderungen wie z. B. der Ökostromtarifförderung der OeMAG ist nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Klima- und Energiefonds sowie auf „umweltfoerderung.at„.

Allgemeiner Ablauf

Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich in zwei Schritten:

  1. Sie lösen ein „Ticket“, um die grundlegenden Daten einzugeben.
  2. Frühestens 18 Stunden nach der Ziehung des Tickets kann im zweiten Schritt der Förderantrag vervollständigt werden („Login mit Ticket“). Für diesen zweiten Schritt haben Sie 168 Stunden (7 Tage) Zeit. Den genauen Zeitraum für die Vervollständigung Ihres Tickets finden Sie in der Ticket-Bestätigungsmail bzw. auf Ihrem Bildschirm nach erfolgreicher Ticketziehung. Hier finden Sie den Leitfaden für das Ticketsystem ab 2016.
 


Technische Voraussetzungen

  • Für die Fördervergabe 2017 kann der Internet Explorer Version 6 oder älter aus technischen Gründen nicht mehr unterstütztwerden. Es wird daher gebeten, rechtzeitig ein Update  durchzuführen oder auf einen anderen Browser umzusteigen (zum Beispiel Firefox, Chrome etc).
  • Bitte beachten Sie, dass bereits vergebene Benutzernamen, Antragsnummern und Passwörter für die neue Antragstellung nicht verwendet werden können!
  • Um ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Förderantrags-Applikation zu gewährleisten, beachten Sie bitte, dass ihr Browserzumindest für diese Applikation COOKIES zulässt

Links und Downloads

Homepage der Förderstelle OeMAG: www.oem-ag.at

Ökostromgesetz 2012

 

Archiv – Links und Downloads

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2016

 

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2015

 

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2014

 

Ökostrom-Einspeistarifverordnung 2012

 

Ökostromverordnung 2012

 

Ökostromverordnung 2011

 

Ökostromverordnung 2010

 

Ökostromverordnung 2009

 

Ökostromgesetz – 2. Novelle 2008

 

Ökostromverordnung 2008

 

Ökostromverordnung 2006

 

OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG
Telefonnr.: +43 (0) 5 787 66-10
E-Mail: kundenservice@oem-ag.at
Homepage: www.oem-ag.at

Förderung von Inselanlagen

Was wird gefördert?

Gefördert werden Anlagen zur Eigenversorgung in Insellagen ohne Netzzugangsmöglichkeit (z.B. Photovoltaikanlagen, Kleinwasserkraftwerke, Windkraftanlagen oder elektrische Energiespeicher zur Versorgung von Berghütten). Einreichen können alle Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen so­wie Vereine und konfessionelle Einrichtungen.

 


Förderhöhe

Die Förderung beträgt bis zu 35 % der förderungsfähigen Kosten.

  •  Standardförderungssatz: 30 % der förderungsfähigen Kosten
  •  Zuschlagsmöglichkeiten: 5 % für Anlagen, die in hochalpinen (ab 1200 m Seehöhe) bzw. ökologisch sensiblen Gebieten errichtet werden
  • 5 % bei gleichzeitiger Umsetzung mehrerer Maßnahmen
  • 5 % (max. 10.000 Euro) EMAS und Umweltzeichenzuschlag

 


Voraussetzung

Mindest-Investition: 10.000 Euro
Zeitpunkt der Antragstellung: Vor Errichtung der Anlage (ausschlaggebend ist das Lieferdatum der Anlage)

 


Weitere Informationen und Antragstellung

Details zur Förderungsvergabe (Zielgruppen, Förderungsberechnung und rechtliche Grundlagen) sowie weiterführende Informationen sind auf der Homepage der Kummunalkredit zu finden.

Hilfe bei der Antragsstellung

 


Auszahlung

Die Förderung erhalten Sie nach Genehmigung des Antrages und nach Umsetzung Ihres Projektes. Voraussetzung ist die Übermittlung der Endabrechnung. Informationen dazu finden Sie im Infoblatt zur Endabrechnung.

 

Abwicklungsstelle: Kommunalkredit Public Consulting GmbH
Serviceteam Stromerzeugung in Insellage
Telefonnr: +43 (0) 1 / 31631-713
Fax: +43 (0) 1 / 31631-104
E-Mail: umwelt@kommunalkredit.at
www.publicconsulting.at