PHOTOVOLTAIK-FÖRDERUNG IN ÖSTERREICH

 

In diesem Kapitel stellen wir Ihnen die komplexe Fördersituation für Photovoltaikanlagen in Österreich in einer Tabellenübersicht dar. Sie finden Informationen zu bundesweiten Förderungen wie z.B. das Ökostromgesetz oder die Photovoltaik-Förderungen des Klima-und Energiefonds. Eine Förderung für Stromspeicher wie in einzelnen Bundesländern gibt es bundesweit derzeit nicht. In welchem Zusammenhang das Ansuchen um Förderung mit dem gesamten organisatorischen Ablauf zur Errichtung einer PV-Anlage steht, erfahren Sie hier.

Über die Österreichkarte können Sie alle länderspezifischen Förderungen für Photovoltaik und Stromspeicher in den jeweiligen Bundesländern ersehen bzw. durch Klick auf das jeweilige Bundesland Detailinfos inklusive Kontaktperson und nützlichen Links abrufen. Über etwaige Unterstützung für Photovoltaikanlagen durch die Wohnbauförderung des Landes, bitten wir Sie, sich bei den betreffenden Stellen des Bundeslandes zu informieren.

 

 

Österreichweite Förderungen für Photovoltaik

 

Bundesweite Investitionsförderung für Private Anlagen (bis 5 kWp)

Förderstart: 23. Februar 2016 (Förderende 14. Dezember 2016)

Förderbudget: 8,5 Millionen Euro

Gefördert werden private PV-Anlagen mit einer Leistung bis max. 5 kWp.


Förderpauschale

275 Euro/kWp für freistehende Anlagen und Aufdachanlagen (max. jedoch 35 % der anerkennbaren Investkosten)

375 Euro/kWp für gebäudeintegrierte Anlagen (max. jedoch 35 % der anerkennbaren Investkosten)

 

  • Errichtungszeit 12 Wochen ab Registrierung; spätestens jedoch bis 8. März 2017 (wenn Registrierung am 14. Dezember 2016 erfolgte)
  • Förderung von Gemeinschaftsanlagen: Mind. 2 Wohn- bzw. Geschäftseinheiten. Max. 5 kWp/Person; max. 30 kWp in Summe; jeder Beteiligte muss separaten Förderantrag stellen
  • Ein Antragsteller kann die Förderung für mehrere PV-Anlagen an verschiedenen Standorten beantragen (nicht aber am selben Standort)
  • Kombination mit anderen Bundes- bzw. Landesförderungen nicht möglich (keine Doppelförderung der Anlagen) – Nur der nicht geförderte Anteil darf von einer zweiten Stelle gefördert werden (außer die zweite Förderstelle negiert eine Anschlussförderung)
  • Weiterhin sind nur 5 kWp einer Anlage förderbar. Erweiterung von bestehenden Anlagen werden nicht gefördert.
  • Errichtung der Anlage erst nach erfolgter Registrierung – ansonsten Verlust der Förderung

Den ausführlichen Förderleitfaden finden Sie hier .

 


Ihr Weg zur Förderung

  1. Planen Sie Ihre Anlage in Ruhe mit einem professionellen Fachbetrieb und holen Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber einen Zählpunkt.
  2. Registrierung: Mit der Registrierung erhalten Sie die Bestätigung, dass das Fördergeld für Ihre Anlage 12 Wochen lang reserviert ist.
  3. Errichtung der Anlage: Wird die Anlage nicht innerhalb der 12 Wochen abgerechnet, erlischt der Anspruch auf Förderung für dieses Jahr.

Auf Grund der Umsetzungsfrist von 12 Wochen ist es wichtig, entweder bei der Registrierung bereits alle notwendigen Bescheide vorliegen zu haben, oder sie rechtzeitig zu erhalten, damit die Anlage innerhalb von 12 Wochen nach der Registrierung errichtet werden kann. Ansonsten erlischt der Förderantrag.

Gesamter Förderleitfaden 2016

 

FAQ

 

Förderhomepage    www.pv.klimafonds.gv.at

 

Registrierung          https://www.meinefoerderung.at/webprivate/pv2016/

 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Serviceteam Photovoltaik der Kommunalkredit Public Consulting gerne zur Verfügung:
Abwicklungsstelle KPC
Serviceteam Photovoltaik
Tel. +43 (0) 1/31 6 31-730
Fax: DW 99-730
E-Mail: pv@kommunalkredit.at

 

Bundesweite Investitionsförderung für PV-Anlagen in der Land- und Forstwirtschaft (5-30 kWp)

Förderstart: 23. Februar 2016 (Förderende 15. November 2016)

Förderbudget: 6,6 Millionen Euro

Gefördert werden PV-Anlagen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, mit einer Leistung größer 5 und bis max. 30 kWp. Die Anlage kann dabei auf Gebäuden (Betriebs- oder Wohngebäude) oder auf bereits versiegelten Grundstücken errichtet werden.


Förderpauschale

275 Euro/kWp für freistehende Anlagen/Aufdachanlagen (max. jedoch 40 % der anerkennbaren Investkosten)

375 Euro/kWp für gebäudeintegrierte PV-Anlagen (max. jedoch 40 % der anerkennbaren Investkosten)

Antragsberechtigt sind alle land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit entsprechender Betriebsnummer LFBIS, unabhängig von der Gemeindegröße.

Die Anlagenerrichtung muss innerhalb von 6 Monaten ab Förderzusage erfolgen.

Die Förderwürdigkeit der Projekte entscheidet sich anhand der erreichten Punkteanzahl des Projektes: Um eine Förderung zu erhalten ist bei den Auswahlkriterien eine Mindestpunktezahl von 5 zu erreichen.


Die Punkteverteilung ist wie folgt

Punkteverteilung

 

Die Reihung der Projekte erfolgt nach erreichter Punkteanzahl – bei Gleichstand haben die Projekte mit Stromspeicher Vorrang, danach entscheidet das Einreichdatum.

 

Es werden im Rahmen der Programmausschreibung insgesamt fünf Auswahlrunden durchgeführt. Gesamtförderbudget für das Jahr 2016 beträgt 6,6 Mio. Euro. Nicht ausgeschöpfte Fördermittel werden der nächsten Auswahlrunde zur Verfügung gestellt. Die Genehmigungen durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds erfolgen im Anschluss an die Auswahlrunden.

 

Für die Auswahlrunden gelten folgende Fristen:

  • 11. April 2016, 12:00 Uhr
  • 13. Juni 2016, 12:00 Uhr
  • 12. August 2016, 12:00 Uhr
  • 03. Oktober 2016, 12:00 Uhr
  • 15.November 2016, 12:00 Uhr

 

Bitte beachten Sie, dass Kostenerhöhungen und Projektänderungen nach Genehmigung nicht berücksichtigt werden können. Bei Kostenerhöhungen im Zusammenhang mit Projektänderungen muss die Abwicklungsstelle vor der Genehmigung informiert werden und die Zustimmung eingeholt werden. Es gilt dann das neue Bestelldatum.

 

Bereits bestehende PV-Anlagen können erweitert werden (der bestehende Zählpunkt kann verwendet werden). Achtung aber bei bestehenden OeMAG-Anlagen: Hier kann der PV-Strom aus der Erweiterung nur zu Marktpreisen eingespeist werden (aktuell rund 2,8 Cent).

 

Eine Doppelförderung durch andere Bundes- bzw. Gemeindeförderungen sind nicht möglich.

 

Hier geht es zur Antragstellung: https://www.meinefoerderung.at/webklien/?execution=e3s1&cluster=pvlw 

 

Hier geht es zur Förderhomepage: www.pv-lw.klimafonds.gv.at

 

Leitfaden PV-Foerderung Land- und Forstwirtschaft

 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Serviceteam „Photovoltaik-Anlagen in der Land- und Forstwirtschaft“ der Kommunalkredit Public Consulting gerne zur Verfügung:

 

Kommunalkredit Public Consulting GmbH
Türkenstraße 9
1092 Wien
Telefon: 01/316 31-713
E-Mail: umwelt@kommunalkredit.at

Bundesweite Tarifförderung für Anlagen auf Gebäuden 5 kWp bis 200 kWp

Die Tarifförderung ist im bundesweit gültigen Ökostromgesetz geregelt. Das Ökostromgesetz besteht seit dem Jahr 2002 und wurde bereits mehrfach novelliert. Die Ökostromtarifförderung gilt für Anlagen die größer als 5 kWp sind. Für den in das Stromnetz eingespeisten Strom wird ein Fördertarif gewehrt. Die Höhe der Einspeisetarife wird jährlich per Verordnung (Ökostromverordnung) geregelt. Nach Vertragsabschluss gelten die Tarife für 13 Jahre. Pro Jahr steht für die Photovoltaik ein Förderbudget von 8 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2012 ist neu, dass es bei Aufdachanlagen zusätzlich zum Fördertarif einen einmaligen Investzuschuss gibt. Inzwischen gibt es nur mehr die Förder-Größenklasse (größer 5 kWp bis 200 kWp; Modulspitzenleistung).

 


Einspeisetarife für PV-Strom 2016

§ 5. (1) Der Tarif für die Abnahme elektrischer Energie aus Photovoltaikanlagen mit einer Engpassleistung von über 5 kWpeak bis 200 kWpeak, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht sind, wird wie folgt festgesetzt:

bei Antragstellung und Vertragsabschluss im Jahr 2016 8,24 Cent/kWh.

Als Investitionszuschuss für die Errichtung werden zusätzlich 40% der Errichtungskosten, höchstens jedoch ein Betrag in Höhe von 375 Euro/kWpeak gewährt.

(2) Der erforderliche Nachweis der Investitionskosten erfolgt durch die Vorlage der Rechnungen über die für die Errichtung notwendigen Kosten an die Ökostromabwicklungsstelle längstens sechs Monate nach Vertragsabschluss.

(3) Die Gewährung eines Netzparitäts-Tarifs gemäß § 14 Abs. 6 ÖSG 2012 ist für Anlagen, die nicht gebäude- und fassadenintegriert oder die größer als 20 kWpeak sind, ausgeschlossen.

Verordnung zu den Ökostromtarifen 2016

 

Förderstart ist am 7. Jänner 2016, 17 Uhr

Die Förderanträge können ausschließlich online über die Homepage eingebracht werden: Online Fördereinreichung. Die Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht möglich.

Ein Förderantrag kann nur dann bei der Ökostromabwicklungsstelle eingebracht werden, wenn weder mit der Errichtung noch mit einer Revitalisierung der begonnen wurde.

Die Antragstellung erfolgt 2016 grundsätzlich wieder in zwei Schritten:

 

  •  „Ticket“ lösen, um die grundlegenden Daten einzugeben (Login-Button unter www.oem-ag.at).
  • Frühestens 18 Stunden nach der Ticketziehung kann im zweiten Schritt der Förderantrag vervollständigt werden („Login mit Ticket“). Für diesen zweiten Schritt haben Sie 168 Stunden (7 Tage) Zeit. Den genauen Zeitraum für die Vervollständigung Ihres Tickets finden Sie in der Ticket-Bestätigungsmail bzw. auf Ihrem Bildschirm nach erfolgreicher Ticketziehung.

 


Wichtige Informationen zur Antragsstellung

  • Ein Förderantrag kann nur dann bei der Ökostromabwicklungsstelle eingebracht werden, sofern mit der Errichtung bzw. Revitalisierung der Anlage zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen wurde.
  • Als Zeitpunkt des Einlangens eines Antrages gilt der Eingang des vollständigen Ticket-Antrages. ACHTUNG: Werden an einem Kalendertag mehrere Ticket-Anträge, die dieselbe Anlage (Zählpunktbezeichnung) betreffen, eingebracht, ist nur das letzte Ticket gültig. Der Antrag kann somit nur mit dem zuletzt gezogenen Ticket vervollständigt werden!
  • OeMAG ist jederzeit berechtigt, Benutzer vom Zugriff auf das elektronische Abwicklungssystem auszuschließen. Daher ist insbesondere die Anwendung von automatisierten Eingabesystemen („robots“) nicht zulässig und führt zum Ausschluss von der Antragstellung. Insbesondere bei Tickets, die innerhalb von 15 Sekunden nach Systemfreischaltung ausgefüllt abgeschickt werden, geht die OeMAG davon aus, dass diese Tickets nicht manuell, sondern mit sogenannten automationsgestützten Eingabesystemen („robots“) abgegeben wurden.

Sollte der Ökostromerzeuger, der einen Antrag für eine PV-Anlage im Jahr 2016 eingebracht hat, von der OeMAG eine E-Mail mit der „Aufforderung zur Erfassung der übrigen vertragsrelevanten Daten“ erhalten, so ist er verpflichtet, der OeMAG binnen 3 Monaten nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise (z.B. gegengezeichnetes Angebot, Rechnungen, Verträge etc.) über die Bestellung der beantragten Photovoltaikanlage zu übermitteln. Wird dieser Nachweis nicht erbracht, kann der Antrag des Ökostromerzeugers nicht im Förderkontingent berücksichtigt werden.

 


Technische Voraussetzungen

  • Für die Fördervergabe 2016 kann der Internet Explorer Version 6 oder älter aus technischen Gründen nicht mehr unterstützt werden. Wir bitten Sie daher, ein Update rechtzeitig durchzuführen oder auf einen anderen Browser umzusteigen (zum Beispiel Firefox, Chrome etc.).
  • Bereits vergebene Benutzernamen, Antragsnummern und Passwörter können für die neue Antragstellung nicht verwendet werden!
  • Um ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Förderantrags-Applikation zu gewährleisten, bitte darauf achten, dass zumindest für diese Applikation COOKIES zugelassen werden.

Den gesamten Leitfaden zur Antragstellung 2016 finden Sie hier.

 


Links und Downloads

Homepage der Förderstelle OeMAG: www.oem-ag.at

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2016

 

Ökostromgesetz 2012

 

 

Archiv – Links und Downloads

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2015

 

Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2014

 

Ökostrom-Einspeistarifverordnung 2012

 

Ökostromverordnung 2012

 

Ökostromverordnung 2011

 

Ökostromverordnung 2010

 

Ökostromverordnung 2009

 

Ökostromgesetz – 2. Novelle 2008

 

Ökostromverordnung 2008

 

Ökostromverordnung 2006

 

OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG
Telefonnr.: +43 (0) 5 787 66-10
E-Mail: kundenservice@oem-ag.at
Homepage: www.oem-ag.at

Förderung von Inselanlagen

Was wird gefördert?

Gefördert werden Anlagen zur Eigenversorgung in Insellagen ohne Netzzugangsmöglichkeit (z.B. Photovoltaikanlagen, Kleinwasserkraftwerke, Windkraftanlagen oder elektrische Energiespeicher zur Versorgung von Berghütten). Einreichen können alle Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen so­wie Vereine und konfessionelle Einrichtungen.

 


Förderhöhe

Die Förderung beträgt bis zu 35 % der förderungsfähigen Kosten.

  •  Standardförderungssatz: 30 % der förderungsfähigen Kosten
  •  Zuschlagsmöglichkeiten: 5 % für Anlagen, die in hochalpinen (ab 1200 m Seehöhe) bzw. ökologisch sensiblen Gebieten errichtet werden
  • 5 % bei gleichzeitiger Umsetzung mehrerer Maßnahmen
  • 5 % (max. 10.000 Euro) EMAS und Umweltzeichenzuschlag

 


Voraussetzung

Mindest-Investition: 10.000 Euro
Zeitpunkt der Antragstellung: Vor Errichtung der Anlage (ausschlaggebend ist das Lieferdatum der Anlage)

 


Weitere Informationen und Antragstellung

Details zur Förderungsvergabe (Zielgruppen, Förderungsberechnung und rechtliche Grundlagen) sowie weiterführende Informationen sind auf der Homepage der Kummunalkredit zu finden.

Hilfe bei der Antragsstellung

 


Auszahlung

Die Förderung erhalten Sie nach Genehmigung des Antrages und nach Umsetzung Ihres Projektes. Voraussetzung ist die Übermittlung der Endabrechnung. Informationen dazu finden Sie im Infoblatt zur Endabrechnung.

 

Abwicklungsstelle: Kommunalkredit Public Consulting GmbH
Serviceteam Stromerzeugung in Insellage
Telefonnr: +43 (0) 1 / 31631-713
Fax: +43 (0) 1 / 31631-104
E-Mail: umwelt@kommunalkredit.at
www.publicconsulting.at