Daten und Fakten zur Photovoltaik

… Photovoltaik schafft tausende Arbeitsplätze … Photovoltaik sichert die sozialen Strukturen … Photovoltaik stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich

 

Photovoltaik befindet sich in vielen Ländern der Welt mit einem jährlichen Wachstum von gut 30 % auf dem Weg zum solaren Wirtschaftswunder. Jährlich werden weltweit Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen. Alleine in Deutschland entstanden in den vergangenen 10 Jahren fast 50.000 neue Arbeitsplätze in der PV-Branche. Österreich und seine Gemeinden stehen nun vor der Herausforderung, sich an diesem Wirtschaftswunder zu beteiligen.

 

Eine Herausforderung die sich lohnt, denn:

  • Photovoltaik ist die an Wachstum und Zukunftspotential stärkste Branche, sie belebt den Wirtschafts- und Technologiestandort Österreich.
  • Photovoltaik stärkt den Mittelstand und das Handwerk und bringt Einnahmen für Gemeinden, sie ist ein kräftiger Beschäftigungsmotor
  • Photovoltaik ist auf allen Kontinenten der Erde im Einsatz und uneingeschränkt verfügbar, sie ist unverzichtbar für einen wirksamen Klimaschutz und
  • Photovoltaik macht unabhängig von Krisenregionen und sichert den Frieden.

 

Statistiken zur Entwicklung des Photovoltaikmarktes in Österreich

 

Die Marktstatistik wird seit 2004 jährlich im Auftrag des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie erstellt. Im Zuge der Marktstatistik wird die Entwicklung des österreichischen PV-Marktes analysiert. Die Statistik liefert Informationen zur installierten PV-Leistung in Österreich, zur Produktion sowie Import und Export von PV-Modulen, zu installierten Solarzellentypen, zu Anlage- und Montagearten uvm.

 

PV Marktstatistik 2015

 


PV Marktstatistik 2014

 

PV Marktstatistik 2013

 

PV Marktstatistik 2012

 

PV Marktstatistik 2011

 

PV Marktstatistik 2010

 

 


ROADMAPS

 

Österreichische Roadmap

Titel: Technologie-Roadmap für Photovoltaik in Österreich
Verfasser: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

 

Roadmap bis 2030/2050 | Erschienen Juli 2016

Roadmap Oesterreich 2030_2050

 

Roadmap bis 2020 | Erschienen August 2007

Roadmap Oesterreich 2020

 

Australische Roadmap

Titel: The Australian Photovoltaic Industry Roadmap III
Verfasser: Australian Business Council for Sustainable Energy
Erschienen im Juli 2004

Roadmap_Australien_2004

IEA PV-Roadmap

Titel: Technology Roadmap – Solar photovoltaic energy
Verfasser: IEA
Erschienen im Mai 2010

Roadmap IEA 2010

EPIA Roadmap

Titel: EPIA Roadmap
Verfasser: EPIA
Erschienen im Mai 2004

Roadmap_EPIA_2004

PV-NAS-NET Roadmap

Titel: Status of Photovoltaics in the Newly Associated States
Verfasser: PV-NAS-NET
Erschienen im Februar 2004

Roadmap_NAS-NET

PV2030 Roadmap

Titel: Overview of “PV Roadmap Toward 2030”
Verfasser: NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization)
Erschienen im Juni 2004

Roadmap_Nedo_2004

PV-NET Roadmap

Titel: European Roadmap for PV R&D
Verfasser: European Communities
Erschienen im Jahr 2004

Roadmap PVNET 2004

US-Amerikanische Roadmap

Titel: Our Solar Power Future
Verfasser: SEIA
Erschienen im September 2004

Roadmap USA 2004

 


Studien zu Erneuerbarer Energie

Endbericht zur Studie Erneuerbare aus und in Österreich

 

Kurzfassung der Studie Erneuerbare aus und in Österreich

 

Endbericht zur Kurzstudie Grobabschätzung der Beschäftigungseffekte durch den Betrieb von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energieträger in Österreich

 

Kurzfassung der Branchenanalyse Österreichische Umwelttechnikindustrie

 

Studie_Externe Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energietraegern

Installierte Photovoltaik-Leistung in Österreich, Europa und weltweit

 

 

 

Repowermap

Repowermap.org verfolgt das Ziel, die Energiewende anhand von Praxisbeispielen sichtbar zu machen. Auf einer interaktiven Weltkarte werden Anlagen und Projekte angezeigt, die erneuerbare Energien erzeugen bzw. über die Erzeugung informieren. Dadurch wird ein besonderer Wissensaustausch ermöglicht, einerseits in unmittelbarer Nachbarschaft, andererseits auf globaler Ebene.

 

Darüber hinaus gibt es hier auch die Möglichkeit, eigene Anlagen und Projekte einzutragen und/oder bereits vorhandene Informationen zu bearbeiten.

Link zu detaillierten Informationen über Anlagen und Projekten sowie zum Eingabeformular:

www.repowermap.org

 

Mythen und Fakten zur Photovoltaik und Stromspeicher

Es gibt vielen Mythen im Bereich der Photovoltaik und Stromspeicher, die sich teils hartnäckig halten. Im Folgendem sollen die wichtigsten Mythen klar gestellt werden.

 

Die Sonne in Österreich reicht nicht aus zur Stromerzeugung

Das stimmt nicht – die Sonnenenergienutzung in Österreich lohnt sich! In Österreich liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter (das Diagramm zur Globalstrahlung in Österreich finden Sie hier). Das ist zwar nur die Hälfte der Solarenergiemenge, die auf die Sahara trifft, aber entspricht einer Energiemenge von 100 Litern Öl. Diese Energiemenge reicht aus, um auch bei uns mit effizienten Solaranlagen einen erheblichen Anteil Strom und Wärme aus Sonnenkraft zu erzeugen. Solarenergieproduktion in Österreich lohnt sich, denn Österreich macht sich damit nicht zuletzt unabhängiger von Energieimporten aus Krisenregionen. Besonders die Nutzung von Photovoltaik zur Stromerzeugung hat in Österreich ein großes Potenzial. Würde man auf 3 % der Fläche Österreichs Photovoltaikmodule installieren, könnte man bereits den Energiebedarf Österreichs zu 100 % decken. Derzeit kann bereit 1,5 % des österreichischen Strombedarfs aus Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden.

Die Leistung von Photovoltaikmodulen lässt mit der Zeit stark nach

Ja, die Leistung von PV-Modulen lässt mit der Zeit nach, allerdings sehr langsam. Waferbasierte PV-Module altern so langsam, dass es sogar eine Herausforderung für die Wissenschaftler darstellt, Leistungsverluste überhaupt nachweisen zu können. Eine Studie an 14 Anlagen in Deutschland mit poly- und monokristallinen Modulen hat eine durchschnittliche Degradation von 0,1% relative Abnahme des Wirkungsgrades pro Jahr für die gesamte Anlage inklusiv der Module gezeigt. Die häufig getroffene Annahme von 0,5% Leistungsverlusten pro Jahr erscheint in diesem Kontext sehr konservativ. Üblich sind Leistungsgarantien der Hersteller von 20-25 Jahren, vereinzelt auch bis 30 Jahre.

Die Photovoltaik ist teurer als fossile Stromerzeugung und muss stark subventioniert werden

Nein, langfristig gesehen ist Solarenergie weitaus preiswerter als fossile Energie. Derzeit bedarf die Photovoltaik Förderungen bis sie konkurrenzfähige Preise erreicht, aber die Photovoltaik ist auf dem besten Weg zur Marktfähigkeit: während die Kosten für konventionell erzeugte Energien in den letzten Jahren zunehmend gestiegen sind und angesichts endlicher Ressourcen weiter deutlich steigen werden, sind die Preise für die Photovoltaik gesunken. Der Preis der PV-Module ist für ca. die Hälfte der Investitionskosten einer PV-Anlage verantwortlich. Dank zunehmender Massenproduktion sinken die Modulpreise jährlich und der Trend liegt bei 20 % Preisreduktion bei einer Verdoppelung der kumulierten Leistung.

Ebenfalls der häufig verbreitete Glauben, dass ausschließlich Erneuerbare Energien subventioniert werden, stimmt nicht. Die konventionellen Energieträger Atomenergie, Steinkohle und Braunkohle profitieren seit Jahrzehnten in erheblichem Umfang von staatlichen Förderungen in Form von Finanzhilfen, Steuervergünstigungen und weiteren begünstigenden Rahmenbedingungen. Würde man diese Kosten als Umlage auf den Strompreis umlegen, wäre diese heute mit 10,2 Ct/kWh fast dreimal so hoch wie die Umlage zur Finanzierung der Energiewende (EEG-Umlage) in Deutschland. (Quelle: Greenpeace 2012)

Des Weiteren fällt ein Kostenvergleich schwer, da die tatsächlichen Kosten und Risiken fossil-nuklearen Kraftwerke nicht überschaubar sind. Sie entstehen größtenteils in der Zukunft (CO2-induzierte Klimakatastrophen, Nuklearunfälle, Endlagerung von Atommüll, Nuklearterrorismus). Da sich die Kosten für dieses Risiko nicht im Strompreis widerspiegeln, versichert im Wesentlichen der Steuerzahler die Atomindustrie.

Eine Photovoltaikanlage amortisiert sich für eine Privatperson nie

Das stimmt nicht, aber die Amortisation braucht seine Zeit. Heutzutage amortisiert sich eine PV-Anlage mit Förderungen meist nach rund 14 Jahren. Diese Zeit kann jedoch durch Optimierung des Eigenverbrauchs (beispielsweise durch Kombination mit einer Wärmepumpe oder die Verwendung von Heizstäben zur Warmwassererzeugung bei PV-Stromüberschuss) deutlich reduziert werden. Des Weiteren ist durch die sinkenden Modulpreise auch eine Verkürzung der Amortisationszeit zu erwarten.

Die Produktion von Photovoltaikanlagen verbraucht mehr Energie, als die Anlagen je erzeugen können

ENERGETISCHE AMORTISATION:

Bei der energetischen Amortisation stimmt nicht, eine PV-Anlage produziert in ihrer Lebensdauer weit mehr Strom als bei der Produktion benötigt. Die Zeit, die eine PV-Anlage benötigt, um die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde, zu produzieren, bezeichnet man als energetische Amortisationszeit. Die Dauer hängt von der verwendeten Technologie und dem Anlagenstandort ab und beträgt in Österreich rund zwei Jahre. Nach dieser Amortisationszeit produziert die Anlage für die restliche Zeit ihrer Lebensdauer (mind. 30 Jahre) emissionsfrei Strom. Heute hergestellte PV-Anlagen erzeugen somit während ihrer Lebensdauer mindestens 10-mal mehr Energie als zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Dieser Wert wird sich in Zukunft durch energieoptimierte Herstellungsverfahren noch verbessern.

 

RÜCKZAHLZEIT DES CO2 ÄQUIVALENTS:

Bei der Produktion von 1 kWp PV-Leistung werden 500 kg CO2 Äquivalente verursacht. Umgerechnet auf die, über die Lebensdauer, produzierte Energiemenge, entstehen somit 15 g CO2 pro erzeugter kWh. Zeitgleich wird jedoch durch die Erzeugung mittels der PV-Anlage 363 g CO2 pro kWh eingespart (Emissionen österr. Strommix), die sonst bei konventionellen Stromerzeugung anfallen würden. Das bei der Produktion verursachte CO2 ist damit innerhalb von einem Jahr wieder eingespart.

So konnte 2015 in Österreich allein durch den Betrieb der PV-Anlagen (930 kWp) ca. 0,33 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

 

Die Rohstoffe zur Modulherstellung werden knapp

Das gilt auf jeden Fall nicht für waferbasierte Technologien. Die PV-Zelle besteht im Wesentlichen aus Silicium, Aluminium und Silber. Silicium ist mit einem Massenanteil von 26 % an der Erdhülle das zweithäufigste Element auf der Erde und somit praktisch unbegrenzt verfügbar. Der Aluminium-Verbrauch fällt ebenfalls nicht ins Gewicht. Die PV-Industrie verbraucht ca. 1500 t Silber pro Jahr, das entspricht knapp 7 % der Fördermenge von 2010. In Zukunft soll Silber auf der Solarzelle weitestgehend durch Kupfer substituiert werden.

Bei den Dünnschicht-Modulen hängt die Verfügbarkeit der Rohstoffe von der Technologie ab. Über die breite Verfügbarkeit von Tellur und Indium für CdTe- bzw. CIS-Module gibt es widersprüchliche Aussagen. Bei CdTe Modulen beträgt der Anteil an recyceltem Halbleitermaterial bereits 6 % und könnte bis 2050 über 60 % ansteigen. Für Dünnschicht-Module auf Silicium-Basis sind keine Rohstoffengpässen absehbar.

Photovoltaik überlastet die Stromnetze

Das stimmt zu einem Teil. Nahezu alle PV-Anlagen in Österreich sind an das Niederspannungsnetz angeschlossen und stellen daher kaum Anforderungen an einen Ausbau des Übertragungsnetzes. Im Niederspannungsnetz allerdings ist eine Umstrukturierung im Versorgungssystem notwendig, da große PV-Anlagen oder lokale Häufigkeit kleinerer Anlagen in dünn besiedelten Gebieten die Netze belasten. Die klassische Lösung ist die stellenweise Verstärkung des Verteilnetzes und der Trafostationen. Als Zwischenlösung soll ein aktives Verteilnetz, ein sogenanntes Smart Grid, aufgebaut werden. Bei einem solchen Netz wird parallel zum Stromnetz eine Kommunikationsstruktur errichtet, die den aktiven Eingriff in die Spannungsverläufe ermöglicht. Wichtig ist, die schrittweise Einführung der Photovoltaik im Konsens mit den großen Energieversorgern zu vollziehen.

Hinzukommt, dass, entgegen der weitverbreiteten Sorge, heute die Planung der PV-Stromerzeugung dank verlässlicher nationaler Wettervoraussagen bereits gut möglich ist. Das und der zunehmende Anteil an dezentralen Speichern entlasten ebenfalls das Stromnetz.

Die Photovoltaik-Branche schafft nur Arbeitsplätze in Asien

Das stimmt nicht, jedoch erlebt die PV-Branche in Europa einen leichten Rückgang an Arbeitsplätzen. Diese Entwicklung ist sowohl auf die zunehmende Erfahrung und Spezialisierung sowie auf die im Vergleich zu den Vorjahren geringere installierte PV-Leistung zurückzuführen. Im Jahre 2014 gab es 3.213 Vollzeitarbeitsstellen in der österreichischen PV-Branche (PV Marktstatistik 2014).

Photovoltaik-Zellen sind ineffizient

Das stimmt nicht. Der Wirkungsgrad von PV-Zellen, der sich je nach verwendeter Zelltechnologie unterscheidet, stieg in den letzten Jahren durchschnittlich um 0,3 %-Punkte pro Jahr. Die „Standard“-Zelle (polykristalline Zelle) schafft es bereits auf Wirkungsgrade von 16 %, monokristalline Zellen erreichen Spitzenwerte von über 20 %. Bei den Dünnschichtzellen, die in Spezialfällen zum Einsatz kommen, liegen die Höchstwerte bei 10 %.

Das klingt nicht viel, ist es aber, denn das sind bereits etwa 50 % des physikalisch möglichen Wirkungsgrades. Viele konventionelle Kraftwerke laufen noch mit Wirkungsgraden von unter 40%, obwohl die Technologie bereits seit 100 Jahren im Einsatz ist. Dabei ist der Vergleich von Wirkungsgraden fossiler und Solarkraftwerke unzulässig, denn fossile Energien sind begrenzt, weshalb sie möglichst effizient eingesetzt werden müssen, Solarenergie ist dagegen praktisch unbegrenzt vorhanden.

Photovoltaikanlagen sind nicht zuverlässig, weil die Sonne nicht immer scheint

Das ist ein Problem der Vergangenheit. Die Zukunft der Stromversorgung besteht aus einem Mix aller Erneuerbaren Energien und einem intelligenten Lastmanagement in Kombination mit Stromspeichern. So werden die Erneuerbaren Energien in der Lage sein, eine sichere, klimafreundliche und nachhaltige Stromversorgung zu gewährleisten. Solarstrom steht gerade in Bedarfsspitzenzeiten (mittags und im Sommer) zur Verfügung und ergänzt sich hervorragend mit der Windkraft, deren Spitzenwerte vor allem im Winter erreicht werden. Biomasse, Wasserkraft und Geothermie stehen kontinuierlich zur Verfügung und gleichen etwaige Defizite aus.

Im Falle einer Hitzewelle bricht die gesamte Photovoltaik-Stromerzeugung ein

Ja, die Photovoltaikleistung nimmt bei Wärme zwar ab, die Stabilität der Stromversorgung ist hierdurch aber nicht gefährdet und der Leistungsverlust der Zelle beträgt nur 3 Prozentpunkte.

Der Grund für die Leistungsabnahme ist, dass der Wirkungsgrad von Modulen aus kristallinem Silizium je nach Technik zwischen 0,25 und 0,45 Prozent pro Grad Temperaturerhöhung sinkt. Den nominellen Wirkungsgrad, den der Hersteller angibt, erreicht die Zelle bei 25 °C Zelltemperatur. Bei einer hochsommerlichen Umgebungstemperatur von 40 °C entstehen aber Zelltemperaturen von rund 65 °C. In diesem Fall sinkt der Wirkungsgrad der Anlage von 18 auf 15 %.

Der maximale Leistungsverlust aller PV-Anlagen in Deutschland zusammen unter solchen extremen Bedingungen wird auf circa fünf Prozent geschätzt. Solche Variationen lassen sich von Stromnetzbetreiber technisch leicht beherrschen. Selbst ein durchziehendes Gewitter oder ein Wolkengebiet verursacht stärkere Variationen.

Stromspeicher benötigen bei der Herstellung viel mehr Energie als sie je speichern können

Das stimmt nicht, Stromspeicher können weit mehr Energie speichern als zur Herstellung benötigt wird. Das Fraunhofer Institut errechnete den Energieeinsatz bei der Herstellung von Lithium-Ionen Speicher: Pro Wattstunde Speicherkapazität werden 500-600 Wh an Primärenergie benötigt. Nimmt man demnach  beispielsweise einen Speicher, der über 14.000 Zyklen bei 60% Restkapazität verfügt, so ist die benötigte Energiemenge für die Herstellung des Stromspeichers bereits nach 1500 Zyklen gespeichert und somit ausgeglichen. Ein solcher Speicher kann also rund 9-mal so viel Energie speichern, wie bei der Herstellung aufgebracht wurde.

Quellen: Frauenhofer ISE 2015, SolarPower Europe 2016, Die Welt 2015

Fragen und Antworten rund um die Photovoltaik

Hier finden Sie eine Auflistung der häufigsten Fragen rund um Photovoltaik:

 

Wie komme ich zu meiner PV-Anlage?

Den organisatorischen Ablauf zur Errichtung einer Photovoltaik-Anlage finden Sie hier.

Gibt es eine Möglichkeit, mein Photovoltaik-Anlagenkonzept selbst zu bewerten?

Bewerten Sie in wenigen Schritten ihr Photovoltaik-Anlagenkonzept mit dem SONNENKLAR – Photovoltaik Eigenverbrauchsrechner. Den Rechner finden Sie auf unserer Homepage hier.

Wo finde ich Anbieter/Installateure von PV-Anlagen?

Eine Liste an Installateuren finden Sie hier auf unserer Website.

Welche Installationsmöglichkeiten gibt es für eine PV-Anlage?

In Österreich ist die Installation von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden am weitest verbreitesten. Diese erfolgt im Besonderen an Fassaden und Dachflächen. Daneben gibt es auch die Installation auf Freiflächen.

Ist für die Errichtung einer PV-Anlage eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig?

In Österreich gibt es im UVP-Gesetz 2000 keinen Tatbestand, auch nicht aufgrund der letzten Gesetzesnovelle.

Für detaillierte Fragen in diesem Zusammenhang wenden Sie sich bitte an die zuständigen Behörden bei den Landesregierungen.

Wie viele Quadratmeter Modulfläche brauche ich für einen 4-Personenhaushalt?

Ein eher sparsamer 4-Personenhaushalt verbraucht zirka 3.800 kWh Strom pro Jahr (ohne Heizen). Um diese Energiemenge durch eine Photovoltaikanlage zu erzeugen, benötigt man ca. 35 m² Modulfläche bei poly- und monokristallinen Zellen. Für Dünnschichtmodule benötigt man ca. die doppelte Fläche. Die Notwendigkeit der Anbindung an das öffentliche Netz bleibt jedoch aufrecht, wenn man von einer netzgekoppelten Anlage ausgeht. Inselanlagen benötigen Speichermöglichkeiten für elektrische Energie.

Mit welchen Kosten muss ich bei der Errichtung rechnen?

Die Gesamtkosten betragen zirka 2.000 € pro kWp installierte Leistung.
(Die Größe einer Photovoltaikanlage wird nach der Leistung des Solargenerators in kWp (Kilowatt-peak; Peakleistung = Spitzenleistung) angegeben. Dieser Wert beschreibt die optimale Leistung der Solarmodule unter genormten Testbedingungen (1000 W/m2 Einstrahlung; 25 °C Modultemperatur; 1,5 Air Mass.)

Gibt es Förderungen für eine PV-Anlage?

Es gibt zwei Arten der Förderung: Eine Investförderung für Klein-Anlagen (kleiner als 5 kWp) als Zuschuss bei der Anschaffung, oder eine Einspeisevergütung für größere Anlagen (ab 5 kWp bis max. 500 kWp) über das Ökostromgesetz. Näheres über Förderungen finden Sie hier .

Welche Lebensdauer hat eine PV-Anlage?

Die Garantie der Module für 80% der Leistung beträgt 20 bis 25 Jahre. Die Lebensdauer wird mit mindestens 30 Jahren angegeben.

Was muss bei der Auslegung einer PV-Anlage beachtet werden?

Die Anlage sollte nach Süden ausgerichtet werden und möglichst ohne Beschattung oder Teilbeschattung sein. Nähere Informationen finden Sie unter Auslegungshinweise .

Wie viel bekomme ich für eine kWh eingespeisten PV-Strom, wenn ich keine Förderung im Rahmen des Ökostromgesetzes erhalte?

Die Vergütung für die eingespeiste kWh liegt in der Höhe des Marktpreises. Es gibt jedoch alternative Energieanbieter, die die eingespeiste kWh in der Höhe der bezogenen kWh vergüten. Eine kleine Zusammenstellung der Energieversorger, und deren Ankaufspreis finden Sie hier.

Braucht man für die Errichtung einer PV-Anlage eine Bauverhandlung?

Nur wenn es sich um die Errichtung einer PV-Anlage in einer Schutzzone (z.B. Naturschutzgebiet), einem Landschaftsschutzgürtel oder auf einem denkmalgeschützten Objekt handelt. Ebenfalls nötig wird eine Bauverhandlung bei Großanlagen. Genauere Informationen erhalten Sie bei der Baubehörde (Gemeinde) bzw. bei der zuständigen Abteilung der Landesregierung.

Wie hoch sind die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage?

Die jährlichen Betriebskosten liegen zwischen 0,5 % und 2 % der Investitionskosten.

Können Sie mir Infomaterial zusenden?

Unsere Website ersetzt das gedruckte Infomaterial über Photovoltaik im Allgemeinen und über die in Österreich ansässigen Unternehmen. Ausgesuchtes Infomaterial können Sie hier gedruckt bestellen. Produkt- und firmenspezifische Informationen erhalten Sie bei den jeweiligen Herstellern und Mitgliedsbetrieben.

Hier können Sie auch gerne ein Probeexemplar der Sonnenzeitung anfordern, welches u.a. auch das Magazin Sonnenstrom mit Informationen rund um die Photovoltaik beinhaltet.

Siehe www.sonnenzeitung.at

Warum sollte ich Mitglied bei Photovoltaic Austria werden und welche Vorteile ergeben sich aus einer Mitgliedschaft?

Gründe für eine Mitgliedschaft finden Sie hier.

Können Photovoltaikanlagen einen nennenswerten Anteil an der Stromversorgung leisten?

Ja, alle Studien zeigen, dass die Photovoltaik langfristig ein unverzichtbarer Baustein unserer Stromversorgung darstellt. Durch den kontinuierlichen Aufbau der Solarindustrie und die Weiterentwicklung der Technologie mit entsprechender Kostensenkung kann mittlerweile rund 1 % des österreichischen Strombedarfs aus Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden. In Bayern sind es an die 4 %. Langfristig werden 20% bis 30% des Strombedarfs solar gedeckt werden, wobei die Einführung so schnell erfolgen muss, dass ausreichende Innovations- und Kostensenkungsimpulse ausgelöst werden, wie es derzeit der Fall ist und langsam genug, damit die Kosten der Markteinführung angemessen bleiben. Dieses Gleichgewicht ist derzeit gegeben.

 

Können Erneuerbare Energien im Konsens mit den Versorgern eingeführt werden?

Die großen Energieversorger steigen sukzessive auf die erneuerbaren Energieträger um.

 

Klimaschutz und Energieversorgung durch Solarstrom ist derzeit z.T. noch teurer als mittels anderer Erneuerbaren Energien. Warum müssen wir Solarenergie trotzdem jetzt fördern und in den Markt einführen?

Experten sind sich darin einig, dass Solarenergie weltweit langfristig eine unverzichtbare und tragende Säule der Energieversorgung darstellen wird und innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Wettbewerbsfähigkeit erreichen wird. Schon heute müssen die notwendigen politischen Weichen gestellt werden, um die richtigen technologischen und wirtschaftlichen Impulse in diese Richtung zu setzen. Länder, die bei der Entwicklung der Solartechnik voranschreiten und verlässliche Förderrahmen setzen, werden auch ökonomisch vom „Öl der Zukunft“ profitieren.