NIEDERÖSTERREICH

Fördersituation Niederösterreich

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Förderung der Photovoltaik-Anlage im Zuge der bundesweiten Investitionsförderung
  • Förderstart 12. März 2014 (Förderende 15. Dezember 2014)
  • Förderbudget Euro 26,8 Millionen (rund 21.000 Anlagen können gefördert werden)
  • Fördersatz: 275 Euro/kWp für freistehende Anlagen und Aufdachanlagen; 375 Euro/kWp für gebäudeintegrierte Anlagen
  • NEU: Förderung für natürliche und juristische Personen – Damit können erstmals auch Anlagen für Betriebe oder Vereine gefördert werden
  • Kombination mit anderen Bundes- bzw. Landesförderungen nicht möglich (keine Doppelförderung der Anlagen) – Nur Aufstockung ist möglich (5 kWp Förderung durch Investitionsförderung des Klimafonds, weitere kWp durch Landesförderung)
  • Weiterhin sind nur 5 kWp einer Anlage förderbar

Informationen zur bundesweiten PV-Förderung finden Sie hier: www.pvaustria.at/meine-pv-anlage/forderungen/osterreich

 

Förderung von Photovoltaik-Anlage im Zuge der Wohnbauförderung

Eigenheimsanierung

Die Förderung basiert auf einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zu einem Darlehen (Ausleihung).
Anhand eines Punktesystems werden die förderbaren Sanierungskosten ermittelt. Dieser Betrag muss als Darlehen mit mindestens 10 Jahren Laufzeit bei einem finanzierenden Institut aufgenommen werden.
Die Förderung besteht aus einem jährlichen Zuschuss von 3 % der förderbaren Sanierungskosten über die Dauer von zehn Jahren (nicht rückzahlbar).  Über den Zeitraum von zehn Jahren kann also ein Gesamtzuschuss von 30 % der förderbaren Sanierungskosten erreicht werden.
Für die Zuerkennung einer Förderung ist die Berechnung eines Energieausweises erforderlich. Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen erhält man 20 Nachhaltigkeitspunkte (1 Punkt = 1 Euro). Zusätzlich erhält man durch die jeweilige Energiekennzahl (EKZ) des Hauses zwischen 50-80 Punkte. Die maximale Punkteanzahl für Basis Energieausweis und Nachhaltigkeit ist bei 100 Punkten.

Wohnbaurichtlinien 2012

Rechenbeispiel:
20 Punkte für die PV-Anlage (egal wie groß)
+ mind. 25 Punkte für die Sanierung (in Abhängigkeit der Sanierung-siehe Tabelle oben)
+ 1 Punkt für den Energieausweis
Summe: 46 Punkte

Diese 46 Punkte sind die Grundlage für die anrechenbaren Investkosten. Diese Punkte sind sogleich 46 % der anrechenbaren Sanierungskosten.

Für diese Sanierungskosten übernimmt das Land Niederösterreich die Zinsen, bis zu einer Höhe von 3 %. Die Zinsen werden für 10 Jahre übernommen und immer auf die anrechenbaren Sanierungskosten berechnet.

Rechenbeispiel:
Größe der Anlage: 4 kWp
Anschaffungskosten: etwa 14.000 Euro
Erreichte Punkte: 46 = 46 % der anrechenbaren Sanierungskosten = 6.440 Euro.
Für diese 6.440 Euro übernimmt das Land die Zinsen in der Höhe von 3 % für 10 Jahre (sind in Summe 1.932 Euro für 10 Jahre).
Maximal wird eine Wohnnutzfläche von 130m² für jede einzelne Wohnung gefördert.
Zur Förderungsermittlung ist das Gebäudedatenblatt (Beilage C), welches die wichtigsten Ergebnisse davon beinhaltet, vorzulegen. Das Gebäudedatenblatt erhalten Sie von der/dem Energieausweisersteller.

Wohnbauförderung Eigenheim

Errichtung von Eigenheimen – Eigenheimförderung

Für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage erhält man 20 Nachhaltigkeitspunkte (1 Punkt = 300 Euro für ein rückzahlbares Darlehen).
Zusätzlich erhält man durch die jeweilige Energiekennzahl (EKZ) des Hauses zwischen 60-80 Punkten. Die max. Punkteanzahl für Basis des Energieausweises und der Nachhaltigkeit liegt bei 100 Punkten.
Für die Summe der erreichten Punkte vergibt das Land ein Landesdarlehen, mit einer Kredittilgung von 1 %. Die Laufzeit des Kredits sind 27,5 Jahre.

Wohnbaurichtlinien 2012-Neubau

Wohnbauförderung Eigenheimsanierung

Errichtung von Eigenheimen – Passivhaus

Für die Errichtung eines Eigenheimes in Passivhausbauweise mit einer errechneten Energiekennzahl ≤ 10 kWh/m² pro Jahr, wird ein Förderungsdarlehen von € 50.000,–
zuerkannt. Wird eine Photovoltaik-Anlage mit einer Mindestgröße von 2 kWp errichtet, erhöht sich das Darlehen um € 10.000. Das Förderungsdarlehen hat einen Tilgungszeitraum von 27,5 Jahren und ist mit 1 % jährlich dekursiv verzinst.

Wohnbauförderung Passivhaus

Förderung der Photovoltaik-Anlage auf öffentlichen Gebäuden

In Gemeindegebäuden wird tagsüber viel Strom verbraucht, in dieser Zeit liefert uns die Sonne wertvolle Energie. Mit Hilfe einer Photovoltaikanlage kann die Gemeinde einen Teil des benötigten Stroms selber erzeugen.

Für die Installation von Photovoltaikanlagen auf einem öffentlichen Gebäude werden 30 % der Anschaffungskosten  bis zu 5.000 Euro gefördert.

Hinweise und Fristen:
Bedarfszuweisungen sind nicht rückzahlbare Beihilfen für Gemeinden bzw. Gemeindeverbände. Die Förderung wird mit Beschluss der NÖ Landesregierung zugesichert. Ansuchen um Förderung von Bedarfszuweisungen für energiesparende Maßnahmen (ESPG) können von NÖ Gemeinden für 3 Basisvorhaben bis spätestens 30.9.2014 bei der Abteilung Gemeinden eingereicht werden (mit Rechnung und Zahlungsbeleg). Es steht dazu ein eigenes Antragsformular zur Verfügung: zusätzliche Ansuchen um “Energie-Spar-Gemeinde Bedarfszuweisungen”. Beratung und weitere Abwicklung durch die Abteilung Gemeinden.

Voraussetzung:
- Das Basisvorhaben muss förderfähig (siehe Auflistung Bedarfszuweisungs-Richtlinie) sein. Es kann, muss aber keine normale BZ beantragt sein.
- Umsetzung energiesparender Maßnahmen
- Ausgenommen sind Maßnahmen, die über den NÖ Schul- und Kindergartenfonds bzw. NÖ Wasserwirtschaftsfonds gefördert werden!

Tipp:
Anlagen mit Überschuss-Einspeisung sollten dem Verbrauch entsprechend dimensioniert werden, damit möglichst viel vom produzierten Strom selber genutzt wird. Dann ist auch ein wirtschaftlicher Betrieb möglich!
Empfohlen wird eine Energieberatung für Gemeindegebäude bei der Energieberatung NÖ.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Umwelt-Gemeinde-Telefon 02742 22 14 44, gemeindeservice@enu.at
Download des Antrags-Formulars und der Richtlinien auf der Website des Landes NÖ

Antrag zur Anerkennung als PV-Anlage

 

Bewilligung nach NÖ Elektrizitätswesengesetz 2005

- PV-Anlagen kleiner als 50 kWp Engpassleistung benötigen eine Anzeige bei der Baubehörde
- PV-Anlagen mit einer Engpassleistung von mehr als 50 kWp benötigen eine elektrizitätsrechtliche Genehmigung.
- PV-Anlagen von 50 kWp bis max. 500 kWp unterliegen dem vereinfachten Verfahren. Das heißt die Einreichung w ird auf Amtstafel der Standortgemeinde angeschlagen.
- PV-Anlagen größer 500 kWp unterliegen einem ordentlichen Verfahren (Genehmigungsverfahren). Das heißt eine mündliche Verhandlung ist notwendig.
- PV-Anlagen auf Betriebsgebäuden: Klärung mit Gewerbebehörde
- PV-Anlagen auf Freiflächen außerhalb des Ortsbereiches benötigen zusätzlich eine Bewilligung nach dem Naturschutzgesetz

Hinweis: Im Einzelfall bestehen Kompetenz- und Zuständigkeitsunklarheiten zwischen den Behörden (BH, Land)!
Im neuen NÖ Photovoltaik-Leitfaden finden Sie eine Aufzählung der wichtigsten Gesetze und eine Beschreibung der erforderlichen Bewilligungs-/Genehmigungs- und Anzeigeverfahren, die für die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen durchzuführen sind.

PV Leitfaden – Niederösterreich


 

Kontaktperson Landesregierung


Anfragen zur Elektrizitätsrechtlichen Genehmigung:
Amt der NÖ Landesregierung
WST6 – Abteilung Energiewesen und Strahlenschutzrecht
Leiter: Dr. Josef Muttenthaler
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1

 

Anfragen zum Anerkennungsbescheid Ökostromanlage:
Herr Kerschbaum
Telefonnr.: +43 (0) 2742/9005-14652

Mag. Markus Kubina
Telefonnr.: +43 (0) 2742/9005-14515
E-Mail: post.wst6@noel.gv.at

 

Anfragen zur Wonhbauförderung:
Wohnbauhotline Telefonnr.: +43 (0) 2742/22133
Mo-Do: 8-16 Uhr, Fr: 8-14 Uhr
E-Mail: wohnbau@noel.gv.at
www.noel.gv.at/bauen-wohnen/sanieren-renovieren.html