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Neue Geschäftsmodelle und Finanzierungsformen von Photovoltaikanlagen

 

PV Financing ist ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projekt mit dem Ziel, profitable Geschäfts- und Finanzierungsmodelle in den beteiligten sechs EU-Mitgliedsstaaten und der Türkei zu identifizieren. Das Forschungsprojekt wurde im Jänner 2015 gestartet und läuft über einen Zeitraum von drei Jahren. Der Bundesverband Photovoltaic Austria ist als Projektleiter für Österreich aktiv an der Umsetzung beteiligt.

Da das Modell der gestützten Einspeisetarife in vielen Ländern ausläuft, zielt PV Financing auf die Implementierung neuer Geschäftsmodelle wie z.B. Eigenverbrauch, Power Purchase Agreements und Net Metering ab. Das Projekt richtet sich dabei an folgende Segmente: Einfamilienhäuser, Mehrparteienhäuser, Einkaufszentren, Bürogebäude, Bildungseinrichtungen und Industrieparks.

Für die Entwicklung erfolgreicher Geschäftsmodelle sind stabile rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen notwendig. Um ein besseres Verständnis für die Erwartungen der Investoren und Finanzierungsgeber sowie für die finanziellen Risiken innovativer Photovoltaik-Projekte zu entwickeln, erarbeiten die Projektleiter der teilnehmenden Länder geeignete Finanzierungsmodelle für die unterschiedlichen Anwendungsfälle. Diese stützen sich u.a. auch auf Interviews mit Banken und Investoren.

Praxisorientierte Projektergebnisse

Der Leitfaden für PV Eigenverbrauchsmodelle stellt beispielsweise eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Umsetzung von Eigenverbrauchsprojekten in Einfamilienhäusern sowie in Gebäuden mit mehreren Nutzern zur Verfügung. Die weiteren Ergebnisse umfassen unter anderem europäische „Good Practice“ Beispiele, Finanzierungsleitfäden, Reports zu unterschiedlichen Geschäftsmodellen sowie ein Online-Tool zur Einschätzung der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Projekten.

 

Alle Unterlagen stehen auf der Projekt-Website | www.pv-financing.eu zum Download zur Verfügung.

 

Projektteilnehmer:

13 Projektpartner aus sechs EU Ländern und der Türkei beteiligen sich an PV Financing:

Belgien, Deutschland, Frankreich Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, Türkei.

Leitfaden zu PV-Eigenverbrauchsmodellen

 

Der Leitfaden bietet Hilfestellung zur Entwicklung und Implementierung von Photovoltaik-Eigenverbrauchsmodellen in Einfamilienhäusern sowie in Gebäuden mit mehreren Nutzern. Neben praxisbezogenen Schritt-für-Schritt Anleitungen zur richtigen Herangehensweise werden darin auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie mögliche Finanzierungsmodellen behandelt.

 

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Leitfaden zu PV-Eigenverbrauchsmodellen downloaden

Leitfaden zu innovativen Geschäftsmodellen der anderen Länder

 

Aufgrund sinkender Anlagenpreise sowie reduzierter Einspeisetarife stellt der eigenständige Verbrauch des PV-Stroms das zukunftsträchtigste Geschäftsmodell dar. Im Einfamilienhaus ist der Eigenstromverbrauch aufgrund des günstigen rechtlichen Rahmens bereits weit verbreitet. Zudem wirken die Ersparnisse, welche sich durch einen geringeren Strombedarf aus dem öffentlichen Netz ergeben, als Investitionsanreiz und zu einer früheren Amortisation der Anlage.

Umso wichtiger ist daher eine auf Eigenverbrauch optimierte Anlage Der nun veröffentlichte Leitfaden beschreibt detailliert, wie  ein solches System richtig umgesetzt wird, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Anhand einer Beispielanlage wird genau gezeigt, welche Investitionen notwendig sind und über welchen Zeitraum sich die Anlage amortisiert. Flankierend dazu werden zusätzlich geeignete Finanzierungsmodelle vorgestellt.

 

Klare Vorteile der PV-Nutzung in mehrgeschossigen Gebäuden

Im Bereich der Gebäude mit mehreren Nutzern sind die rechtlich möglichen Geschäftsmodelle hingegen sehr beschränkt. Grund ist  das Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetzes (ElWOG 2010), welches die gemeinsame Nutzung einer Photovoltaikanlage durch unterschiedliche Nutzer derzeit nicht zulässt. Eine Novellierung des Gesetzes würde die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb schaffen. Die entsprechende Änderung, nämlich die Ermöglichung von Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen, befindet sich im Wirtschaftsministerium derzeit in  Diskussion und wird noch vor Jahresende erwartet. Der Leitfaden beschreibt sowohl die aktuelle wie auch die zu erwartende Rechtslage und stellt Modelanalysen für die bereits möglichen Geschäftsmodelle zur Verfügung. Basierend auf den Diskussionen zur Novellierung des ElWOG wurden auch mögliche zukünftige Geschäftsmodelle analysiert. Diese zeigen die Vorteile von Gemeinschaftsanlagen, wie etwa eine Erhöhung des Eigenverbrauchs, raschere Amortisationszeiten sowie das Ausschöpfen des Potenzials freier Dachflächen.

 

Abgerundet wird der Leitfaden durch drei Musterverträge (Dachnutzungsvertrag, Anlagenpacht, Vereinsstatuten zum Betrieb einer Gemeinschaftsanlage), die bei der Umsetzung der Projekte behilflich sind. Diese wurden in Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwaltskanzlei erstellt.

Musterverträge für ausgewählte Photovoltaik-Projekte

 

Hier finden Sie Musterverträge zur Unterstützung der Umsetzung dreier unterschiedlicher Photovoltaik-Geschäftsmodelle. Die Musterverträge wurden in Zusammenarbeit mit der Anwaltskanzlei BRANDSTETTER, BAURECHT PRITZ & PARTNER Rechtsanwälte KG, ausgearbeitet.

Die Musterverträge dienen der Erläuterung und zur eigenverantwortlichen Nutzung. Die Musterverträge ersetzen keine individuelle Rechtsberatung und Anpassung an den jeweiligen Sachverhalt, sondern sollen mögliche Problemstellungen und Lösungen beispielhaft illustrieren. Werden die Musterverträge benutzt, erfolgt das auf ausschließliche Verantwortung des Nutzers. Weder der Bundesverband Photovoltaic Austria noch die erstellende Rechtsanwaltskanzlei übernehmen dafür eine Haftung.

 

Folgende drei Verträge stehen als Vorlage im Leitfaden zur Verfügung:

 

Mustervertrag: Pachtvertrag

  • Für das Pachten von PV-Anlagen | Contracting
  • Der Verpächter plant und errichtet auf einer Dachfläche des Gebäudes des Pächters eine PV-Anlage. Der Pächter beabsichtigt, den von der PV-Anlage erzeugten Strom selbst zu verbrauchen bzw. bei allfälligem Überschuss in das öffentliche Netz einzuspeisen bzw. am Strommarkt zu verkaufen.

Mustervertrag: Pachtvertrag

 

 

Mustervertrag: Miet- und Dienstbarkeitsvertrag

  • Für das Anmieten von Dachflächen
  • Die PV-Anlage verbleibt auch nach der Montage im Eigentum des Betreibers, wird mithin auch nicht Bestandteil des Gebäudes und geht daher auch nicht in das Eigentum des Grundstückbesitzers über.

Mustervertrag: Miet- und Dienstbarkeitsvertrag

 

 

Mustervertrag: Vereinsstatuten

  • Für die Gründung eines Vereins zum Betrieb von Gemeinschaftsanlagen
  • Der Verein dient der Errichtung, dem Erhalt und dem Betrieb einer Gemeinschaftsüberschussanlage
  • Achtung: Der Betrieb einer Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage bedarf einer Anpassung des Elektriziätswirtschafts- und organisationsgesetzes. Unter geltendem Rechtsrahmen ist diese Geschäftsmodell derzeit nicht zulässig. Der Mustervertrag dient als Gedankenanstoß für den Betrieb von gemeinschaftlichen Photovoltaikanlagen in Zukunft (nach einer entsprechenden und anzustrebenden Gesetzesnovellierung).

Mustervertrag: Vereinsstatuten

Online Webinare zum Nachhören

 

Im Zuge des Forschungsprojekts bieten wir kostenlose online Webinare (Vortrag übers Internat) an.

 

Folgende zwei Themen stehen dabei zur Auswahl:

  • Gemeinschaftliche PV-Erzeugungsanlagen – was steckt dahinter und welche rechtlichen Vorgaben gibt es?
  • Photovoltaikfinanzierung von morgen: Contracting

 

GEMEINSCHAFTLICHE PV-ERZEUGUNGSANLAGEN – WAS STECKT DAHINTER UND WELCHE RECHTLICHEN VORGABEN GIBT ES?

Voraussichtlich in den nächsten Wochen wird die Ergänzung zum ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetz) im Parlament beschlossen. Damit sind gemeinschaftliche PV-Erzeugungsanlagen, egal ob auf Wohngebäuden, Bürokomplexen oder Einkaufszentren, erstmals effizient umsetzbar. Doch wie sind diese Anlagen konkret umzusetzen, worauf ist zu achten, welche rechtlichen Vorgaben gibt es, wie sehen abgesicherte Verträge aus usw. Viele Fragen gibt es bereits jetzt zu diesem Entwurf. Genau diesen Fragen wollen wir uns in dem Webinar widmen.

Gemeinsam mit Mag. Georg Brandstetter, MAS, von der Kanzlei BRANDSTETTER, BAURECHT, PRITZ & PARTNER Rechtsanwälte KG wird das Gesetz analysiert und die notwendigen vertraglichen Regelungen erklärt.

 

Referenten:

DI Vera Liebl | Bundesverband Photovoltaic Austria
Mag. Georg Brandstetter, MAS  | BRANDSTETTER, BAURECHT, PRITZ & PARTNER Rechtsanwälte KG

 

Webinar vom 30. Mai 2017:

 

Präsentation: Webinar_PV_Finanzierung_PV Gemeinschaftsanlagen

 

 


Photovoltaikfinanzierung von morgen: Contracting

PV-Umfeld ist im Wandel: Anlagenkosten sinken, ebenso wie die Einspeisetarife und Förderungen. Gleichzeitig wir der Anteil des eigenständigen PV-Stromverbrauchs immer wichtiger. All diese Veränderungen führen dazu, dass die Photovoltaik-Branche zur (Weiter-)Entwicklung zukunftsträchtiger Geschäftsmodelle abseits der Volleinspeisung gefordert ist.

Ein mögliches neues Konzept ist die Anlagenpacht bzw. Contracting.

 

Auf welche Fragen wird in diesem Webinar eingegangen?

  • Was ist Contracting und wie kann man das Finanzierungsinstrument umsetzen?
  • Welche Vorteile und Lösungen bietet Contracting?
  • Welche Anreize gibt es dafür?
  • Beispiele aus der Praxis

 

Referenten:
DI Vera Liebl | Bundesverband Photovoltaic Austria
Ing. Dieter-Greger-Dutzi | PVA-Praxiszentrum
Ing. Joe Mair | Mair Solarpower

 

Webinar vom 24. April 2017:

Präsentation: Webinar_PV_Finanzierung_Contracting