Konzept zum 100.000 Dächer- und Speicherprogramm

September 2018

Der Bundesverband Photovoltaic Austria hat ein Konzept zur Umsetzung des, von der Bundesregierung angekündigten, 100.000 Dächer- und Speicherprogramms entwickelt. Das nun vorgestellte Konzept dient als Unterstützung für die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen und als Leitfaden für die zukünftigen Fördersysteme für Photovoltaik und Stromspeicher. Die vorliegende Management Summary (siehe weiter unten) zeigt die Eckpunkte zur Erreichung dieser Ziele sowie die notwendigen Maßnahmen im Photovoltaik- und Speicherbereich im Überblick auf.

Die österreichische Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt bis 2030 100 Prozent (national bilanziell) des Stromverbrauchs in Österreich aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Die Photovoltaik wird dabei den größten Ausbau liefern können und müssen. Der Beitrag der
Photovoltaik wird bei etwa 15 GW liegen um den vorgegebenen Zielen zu entsprechen. Um diesen Zubau sicher zu stellen ist eine umfassende Umgestaltung der Rahmenbedingungen sowie ein Anreiz über optimal ausgestaltete Förderschienen notwendig. Die vorgestellten Maßnahmen stellen ein ineinandergreifendes System dar, in dem alle Maßnahmen gleichwertig berücksichtigen werden müssen.

MASSNAHMEN ZUR ZIELERREICHUNG VON 15 GWp GESAMTLEISTUNG BIS 2030 IN ÖSTERREICH

ERFORDERLICHE JÄHRLICHE ZUBAURATEN BIS ZUM ZIEL:
15 GWp GESAMTLEISTUNG IM JAHR 2030

Gestaltung optimaler Rahmenbedingungen

Die Fördersysteme reichten bisher aus, um einen stabilen PV-Markt ohne nennenswerten Wachstum zu schaffen. Offensichtlich ist daher, dass mit den bestehenden Rahmenbedingungen die erforderlichen jährlichen Zubauraten von bis zu 1.800 MW pro Jahr (entspricht etwa dem 10-fachen des aktuellen jährlichen Zubaus), nicht zu schaffen sind. Um die von der Regierung postulierten Erneuerbare-Energie Ziele initiieren zu können, muss davon ausgegangen werden, dass erhöhte Anreize, im Vergleich zu den bisherigen Fördersystemen, geschaffen wer­den müssen. Dies kann durch angepasste Förderquoten, aber auch durch andere monetäre Vorteile (z.B. vereinfachte steuerliche Ab­setzbarkeit für PV- und Speichersysteme, Optimierung der Ab­schreibedauer) erreicht werden. Vor allem aber auch über gesetzliche Vorgaben. Es braucht allen voran Maßnahmen, die Kontinuität und Planbarkeit veranlassen. Industrie, Gewerbe, Investoren und Endkunden brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und einen wirtschaftlich planbaren Markt, um diesen sukzessiv bedienen zu können. Für Kunden ist das Zeichen der Kontinuität von Seiten der Politik ein wichtiges Entscheidungskriterium, um in eine PV-Anlage zu investieren. Wankelmütige Vorgaben führen hingegen zu massiver Verunsicherung.

Zukünftige Fördersysteme müssen einfach administrierbar, für den Einreicher gut handhabbar sowie langfristig planbar für das Gewerbe sein. Die Förderung von PV-Anlagen ist, je nach Anwendungsart, differenziert auszugestalten. Anhand der Anwendungsmöglichkeiten der PV-Anlagen und der resultierenden Anlagengröße, sind folgende zwei Förderarten zu empfehlen: Investzuschüsse und variable Marktprämien, aufgegliedert nach Anlagengrößen. Des Weiteren soll ein Fördersystem für Stromspeicher etabliert werden, da Stromspeicher eine der Schlüsseltechnologien für das zu­künftige Energiesystem darstellen. Für weitere Optimierungen der Stromnutzung ist auch ein Bonussystem für Energie-Management-Systeme vorzusehen.

FÖRDERSYSTEM PHOTOVOLTAIK

FÖRDERSYSTEM STROMSPEICHER

FÖRDERSYSTEM FÜR ENERGIE-MANAGEMENT-SYSTEME

Management Summary-PVA-Konzept-100.000 Dächer- und Speicherprogramm