Photovoltaik-Konzept für den Weg bis 2030 und ein erfolgreiches Erneuerbaren Ausbau Gesetz

 

Pressemeldungen:

 

28. Mai 2019 | Pressemeldung von PV-Austria
2019-05-28-Ein Jahr Klima- und Energiestrategie: PV-Ausbau droht massiver Rückschritt

 

22. März 2019 | Pressemeldung von PV-Austria
22. März 2019 | Erneuerbaren Ausbau Gesetz muss Ankündigungen entsprechen

 

21. März 2019 | Interview mit Vera Immitzer
21. März 2019 | EAG 2020 und die großen Chancen der Photovoltaik

 

15. September 2018 | Pressemeldung von PV-Austria:
15 GWp installierte PV-Leistung im Jahr 2030 – Bundesverband Photovoltaic Austria präsentiert Konzept

 

5. Dezember 2018 | Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus präsentiert die Eckpunkte zum Erneuerbare Ausbau Gesetz 2020:
 Erneuerbare Ausbau Gesetz 2020 (EAG 2020)

 

 

 

Die österreichische Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2030 100 Prozent (national bilanziell) des Stromverbrauchs in Österreich aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Entsprechend wird der Beitrag der Photovoltaik  bei etwa 15 GW liegen müssen um den vorgegebenen Zielen entsprechen zu können.

 

Der Bundesverband Photovoltaic Austria hat ein Konzept zur Umsetzung des, von der Bundesregierung angekündigten, 100.000 Dächer- und Speicherprogramms entwickelt, das wiederum eine maßgebliche Grundlage für das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) darstellt. Das detaillierte Konzept soll als Leitfaden für das Erneuerbaren Ausbau Gesetz dienen und die Ausgestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen im Photovoltaik- und Speicherbereich aufzeigen. Die vorliegende Management Summary zeigt die Eckpunkte zur Erreichung dieser Ziele sowie die notwendigen Maßnahmen im Photovoltaik- und Speicherbereich im Überblick auf.

 

15 GIGAWATT PHOTOVOLTAIK …

 

ERFORDERLICHER PV-AUSBAU BIS 2030

Um diesen Zubau sicher zu stellen ist eine umfassende Umgestaltung der Rahmenbedingungen sowie ein Anreiz über optimal ausgestaltete Förderschienen notwendig. Die bestehenden Rahmenbedingungen und Fördersysteme reichten bisher aus, um einen stabilen – international jedoch vergleichbar kleinen – PV-Markt ohne nennenswertes Wachstum zu schaffen. Mit den bestehenden Beschränkungen und Anreizen werden die erforderlichen jährlichen Zubauraten von bis zu 1.800 MW pro Jahr (entspricht etwa dem 10-fachen des aktuellen jährlichen Zubaus), nicht zu erreichen sein (siehe folgende Grafik Szenario “Business as usual”). Nur durch optimal ausgestaltete Rahmenbedingungen und Fördermechanismen ist das Ziel erreichbar.

 

 

 

Der Bundesverband Photovoltaic Austria hat dazu Maßnahmen aufgeschlüsselt die allesamt zum Ziel führen können. Diese Maßnahmen wiederum stellen, ähnlich wie in einem Uhrwerk, ein ineinandergreifendes System dar, in dem alle Maßnahmen gleichwertig berücksichtigen werden müssen um gemeinschaftlich großes zu Bewegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übergeordnete Voraussetzungen für die Zielerreichung

MASSNAHMEN ZUR ZIELERREICHUNG VON 15 GWp GESAMTLEISTUNG BIS 2030

 

 

Um die von der Regierung postulierten Erneuerbare-Energie-Ziele initiieren zu können, muss davon ausgegangen werden, dass erhöhte Anreize, im Vergleich zu den bisherigen Fördersystemen, geschaffen werden müssen. Dies kann durch angepasste Förderquoten, aber auch durch andere monetäre Vorteile (z.B. vereinfachte steuerliche Absetzbarkeit für PV- und Speichersysteme, Optimierung der Abschreibungsdauer) erreicht werden. Vor allem aber auch über gesetzliche Vorgaben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben dem Bekenntnis der Regierung zu 100 % erneuerbarem Strom bis 2030, braucht es allen voran Maßnahmen, die Kontinuität und Planbarkeit veranlassen. Industrie, Gewerbe, Investoren und Endkunden brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und einen wirtschaftlich planbaren Markt, um diesen sukzessiv bedienen zu können. Für Kunden ist das Zeichen der Kontinuität von Seiten der Politik ein wichtiges Entscheidungskriterium, um in eine PV-Anlage zu investieren. Wankelmütige Vorgaben führen hingegen zu massiver Verunsicherung. Dementsprechend muss jedes Förderprogramm und jede Anpassung der Rahmenbedingungen in deren Struktur so aufgebaut werden, dass ein stabiles und prognostizierbares Marktumfeld für die Wirtschaft etabliert werden kann. Nur bei verlässlichen und kontinuierlichen Rahmenbedingungen lässt sich die Branche inkl. der Industrie auf entsprechende Vorleistungen und Investitionen in Produktionskapazitäten, Firmenausbauten oder Mitarbeiterausbildungen ein. Im Folgenden wird ein ausführlicher Maßnahmenkatalog zur Zielerreichung vorgestellt.

 

 

Zukünftige Fördersysteme und Rahmenbedingungen müssen einfach administrierbar, für den Einreicher gut handhabbar sowie langfristig, über mehrere Jahre, planbar für das Gewerbe sein.
Die Förderung von PV-Anlagen ist, je nach Anwendungsart, differenziert auszugestalten. Anhand der Anwendungsmöglichkeiten der PV-Anlagen und der resultierenden Anlagengröße sind folgende Förderarten vorzusehen:

Investzuschüsse und variable Marktprämien, aufgegliedert nach Anlagengrößen. Des Weiteren soll ein Fördersystem für Stromspeicher etabliert werden, da Stromspeicher eine der Schlüsseltechnologien für das zu­künftige Energiesystem darstellen. Für weitere Optimierungen der Stromnutzung ist auch ein Bonussystem für Energie-Management-Systeme vorzusehen.

Downloads:

Management Summary-PVA-Konzept-100.000 Dächer- und Speicherprogramm