Ökostromgesetz: Schwere Geburt aber schönes Kind

Hans Kronberger (PVA): Das neue Ökostromgesetz ist ein guter Start für die Photovoltaik in Österreich

Die heute im Parlament beschlossene Novelle zum Ökostromgesetz ist eine enorme Verbesserung gegenüber dem im Frühjahr vorgelegten Erstentwurf.

Die Verhandler der Oppositionsparteien, die Energiesprecher Norbert Hofer (auch, wenn dem Abgeordneten Hofer seine Partei nicht gefolgt ist), Christiane Brunner und Rainer Widmann, haben mit hohem Sachwissen und Engagement für die Verbesserung auf parlamentarischer Ebene gekämpft. Die Novelle ist damit zu einem parlamentarischen Erfolg geworden, der auch ein demokratiepolitisches Vorbild ist. Echten Respekt verdient auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der in den Verhandlungen auch mit dem Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) öfter über seinen eigenen Schatten gesprungen ist und schlussendlich den Erfolg ermöglicht hat. Die Bundesinnung der Elektrotechniker unter Obmann Josef Witke hat einen wichtigen Beitrag in der Diskussion geleistet.

Mit der Novelle ist die Ausgangsbasis für eine überlebenswichtige Energiewende geschaffen. Nach einer ersten vorsichtigen Rechnung werden dadurch im Gesamtbereich der erneuerbaren Energien ca.
8 000 bis 10 000 Arbeitsplätze auf Dauer geschaffen. Selbstverständlich liegen die Probleme der Umsetzung und Ausweitung der Ziele noch vor uns, aber der Startschuss ist gegeben.
Hans Kronberger: „Je schneller die österreichische Politik erkennt, dass auf Dauer nur durch den Umstieg auf erneuerbare Energieträger aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse Versorgungssicherheit und Preisstabilität möglich ist, desto erfolgreicher wird die österreichische Wirtschaftspolitik sein. Der erste Schritt ist getan, weitere müssen folgen!“

Die aktuelle Ökostromtarifförderung ist hier zu finden.