In 10 Schritten zum Sonnenstrom

Organisatorischer Ablauf bei der Errichtung von PV-Anlagen und Stromspeicher

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Vorgehensweise bei der Anschaffung einer PV-Anlage und/oder eines Stromspeichers.

In 10 Schritten werden die notwendigen bürokratischen sowie technischen Fragen bearbeitet.

 

Sie haben bereits eine PV-Anlage installiert? Dann überspringen Sie den “Weg zur PV-Anlage” und starten Sie den “Weg zum Stromspeicher”.

Weg zur PV-Anlage

Bei Ansuchen um Investitionsförderung für Photovoltaik-Anlagen kleiner 5 kWp

  • Abklärung von grundsätzlichen Fragen wie Anlagengröße, Standort für Wechselrichter, Leitungsführung usw. (PV-Profis finden Sie unter www.pvaustria.at/pv-profi)
  • Wichtig: Für die Tarifförderung muss die Engpassleistung der Anlage größer als 5 kWp sein.
  • Einholen konkreter Angebote und Vergleich. (Komplettangebote: Installateur, Dachdecker, Elektriker u. allfälliger Arbeiten).
  • Klärung der Finanzierung mit Banken (Versicherung, …)
  • Mitteilung an die Gemeinde in der die Anlage errichtet wird bzw. falls notwendig Erwirkung einer Baugenehmigung.
  • Technische Abklärung mit zuständigem Stromnetzbetreiber. Netzzugangsvertrag abschließen.
  • Förderantrag bei der OeMAG stellen (zu finden unter OeMAG-Förderantrag).
  • Entscheidung der OeMAG über die Genehmigung der Tarifförderung abwarten.
  • Auftragsvergabe und Errichtung der Anlage innerhalb von 9 Monaten (bei später Errichtung noch einmal die Laufzeit und Gültigkeit der Netzzugangsvereinbarung klären).
  • Netzparallelschaltung durch den Netzbetreiber (inkl. Installation eines eigenen Stromzählers).

Bei Ansuchen um Tarifförderung im Rahmen des Ökostromgesetzes für Photovoltaik-Anlagen größer 5 kWp

  • Abklärung von grundsätzlichen Fragen wie Anlagengröße, Standort für Wechselrichter, Leitungsführung usw. (PVA-Profis finden Sie unter www.pvaustria.at/pv-profi)
  • Wichtig: Für die Tarifförderung muss die Engpassleistung der Anlage größer als 5 kWp sein.
  • Einholen konkreter Angebote und Vergleich. (Komplettangebote: Installateur, Dachdecker, Elektriker u. allfälliger Arbeiten).
  • Klärung der Finanzierung mit Banken (Versicherung, …)
  • Mitteilung an die Gemeinde in der die Anlage errichtet wird bzw. falls notwendig Erwirkung einer Baugenehmigung.
  • Technische Abklärung mit zuständigem Stromnetzbetreiber. Netzzugangsvertrag abschließen.
  • Förderantrag bei der OeMAG stellen (zu finden unter OeMAG-Förderantrag).
  • Entscheidung der OeMAG über die Genehmigung der Tarifförderung abwarten.
  • Auftragsvergabe und Errichtung der Anlage innerhalb von 9 Monaten (bei später Errichtung noch einmal die Laufzeit und Gültigkeit der Netzzugangsvereinbarung klären).
  • Netzparallelschaltung durch den Netzbetreiber (inkl. Installation eines eigenen Stromzählers).

Bei Errichtung einer Inselanlage

  • Abklärung von grundsätzlichen Fragen wie Anlagen-Größe, Situierung am Gebäude (Dachneigung, Orientierung, Integration und anderes). Möglicher Standort für Wechselrichter und Leitungsführung prüfen. Unterstützung durch ausführende Fachfirmen und technische Büros.
  • Einholen konkreter Angebote und Vergleich. (Komplettangebote: Installateur, Dachdecker, Elektriker u. allfälliger Arbeiten).
  • Klärung der Finanzierung mit Banken (Versicherung,…)
  • Mitteilung an die Gemeinde in der die Anlage errichtet wird oder die Erwirkung einer Baugenehmigung
  • Förderungen: Bei gewerblicher Nutzung der Anlage kann bei der Österreichischen Kommunalkredit AG um eine Investitionsförderung angesucht werden.
    In Oberösterreich kann bei privater sowie gewerblicher Nutzung um eine Investitionsförderung angesucht werden.
  • Auftragserteilung und Errichtung der Anlage.

Hier erhalten Sie nützliche Informationen für die Planung Ihrer PV-Anlage:

Bei den Investitionskosten muss zwischen Großanlagen und Kleinanlagen unterschieden werden (Marktstatistik 2018).

  • kWp-Preis von 5 kWp netzgekoppelten Anlagen: zwischen 1170 und 2000 Euro
  • kWp-Preis von ≥ 10 kWp netzgekoppelten Anlagen: zwischen 800 und 1650 Euro

Die Investitionskosten neu installierter PV-Anlagen sinken stetig und gleichzeitig steigt durch laufende technische Weiterentwicklung gerade im Bereich der Solarzellen sowie Modulen der Wirkungsgrad und auch eine Optimierung der Produktion findet statt. Bei konventioneller Stromerzeugung auf Basis fossiler Energieträger ist dagegen aufgrund der steigenden Brennstoffkosten mit einem Preisanstieg zu rechnen, zumal auch bereits des Längeren eine Bepreisung des CO2-Ausstoßes diskutiert wird.

Die MA 20 Energieplanung und der Bundesverband Photovoltaic Austria haben ein Tool zur optimalen Auslegung von Photovoltaikanlagen entwickelt.

Das Tool erlaubt es interessierten BürgernInnen, durch die Eingabe weniger Parameter die optimale Systemauslegung für ihre PV-Anlage zu ermitteln. Gemessen wird der Optimierungsgrad des Systems an der Eigenverbrauchsrate, sprich dem Prozentsatz an erzeugtem PV-Strom, der direkt im Haus verbraucht wird.

Hier geht es zum Sonnenklar-Rechner!

Das Ziel eines jeden Photovoltaikanlagenbetreibers ist es, möglichst viel Strom selbst zu erzeugen, zu verbrauchen oder wenn es dafür einen lukrativen Einspeisetarif gibt, zu verkaufen. Ist die Photovoltaikanlage einmal montiert, kann diese 25 Jahre oder mehr problemlos Strom liefern (einen einmaligen Austausch des Wechselrichters miteingeplant). Sollte die Anlage allerdings nicht optimal geplant oder errichtet sein, kommt es, vom Betreiber oft unbemerkt, immer wieder zu Ertragseinbußen. Die Amortisationszeit der Anlage kann sich drastisch erhöhen, wenn der Fehler über einen längeren Zeitraum besteht. Bei einer Anlage mit einem Überwachungssystem können Fehlfunktionen rasch ausfindig gemacht werden. Die Investition in ein Monitoringsystem rentiert sich in den meisten Fällen sehr schnell.

Der Leitfaden des AIT gibt Errichtern und Endkunden hilfreiche Unterstützung, worauf bei der Anlagenerrichtung zu achten ist, und wie etwaige Fehler mit Hilfe einer Anlagenüberwachung rasch gefunden werden können.

Broschüre – Anlagenueberwachung

Leitfaden – Anlagenueberwachung

Weg zum Stromspeicher

  • Aufnahme des bestehenden Stromverbrauches und der (PV-)Stromerzeugung
  • Abschätzung der künftigen Entwicklung des Stromverbrauches (E-Auto, Wärmepumpe, Swimmingpool,…)
  • Anforderungen an das Speichersystem festlegen: ein- oder dreiphasig, Notstromfähigkeit, minimale Ausgangs- und Ladeleistung, Umgebungsbedingungen des Aufstellungsraumes, Beladungsart (netzdienlich, eigenverbrauchsoprimiert)
  • Auslegung der (PV-)Speicheranlage entsprechend der gewünschten Parameter – bei einer ersten Grobabstimmung unterstützt der Sonnenklar-Rechner
  • Kontaktaufnahme mit Anlagenerrichter (siehe dazu auch www.pvaustria.at/pv-profi) und Angebotseinholung
  • Beantragung der aktuellen Förderung bei den zuständigen Stellen (Informationen dazu unter www.pvaustria.at/foerderungen)
  • Entscheidung der Förderstelle abwarten
  • Inbetriebnahmemeldung an den Netzbetreiber
  • Auftragsvergabe und Errichtung
  • Abrechnung und Hochladen der geforderten Unterlagen für die Fördereinreichung