PV-Tarife für 2014 stehen fest

Die endgültige Fassung ist zwar deutlich besser als der ursprüngliche Entwurf. Die Ministerien sind aber unserer vielfach vorgebrachten Forderung, sich auf die gesetzlich vorgesehene Mindestabsenkung zu beschränken, nicht gefolgt. Das ist bedauerlich. Ebenso haben wir darauf hingewiesen, dass gravierende Änderungen knapp vor der neuen Ausschreibung für viele Interessenten wirtschaftliche Nachteile erbringen. Wir empfehlen auf jeden Fall am 2. Jänner 2014 einzureichen.

Veröffentlichter Text | Auszug für Photovoltaik aus: Mitterlehner: Neue Ökostrom-Tarife unterstützen effizienten Ausbau Erneuerbarer Energien

Photovoltaik

Bei der Photovoltaik gibt es weiterhin einen Schwerpunkt auf gebäudeintegrierte Projekte, die gesamtwirtschaftlich und energiepolitisch sinnvoller sind als Anlagen auf Freiflächen und die mehr Wertschöpfung im Inland bewirken sowie die kostengünstigere Selbstversorgung forcieren. Aufgrund der stark gesunkenen Investitionskosten bei PV-Anlagen werden die Tarife für gebäudeintegrierte PV-Anlagen um 28 Prozent gesenkt. Aufrecht bleibt die bewährte Kombination aus dem gleichbleibenden Investitionszuschuss und dem Einspeisetarif. Damit soll vor allem die dezentrale Eigenversorgung mit erzeugtem PV-Strom anstatt einer Volleinspeisung in das Netz forciert werden.

Im Detail gibt es für gebäudeintegrierte PV-Anlagen einen Kombinationstarif von 12,50 Cent pro kWh plus einem Zuschuss von 30 Prozent der Investitionskosten mit maximal 200 Euro Zuschuss pro Kilowatt. Das entspricht in Summe rund 14,80 Cent pro kWh. Bei Anlagen auf Freiflächen werden für nächstes Jahr 10 Cent pro kWh verordnet.
Um ein Ausschöpfen des Fördertopfes durch nur wenige Großanlagen zu vermeiden, wird zudem die Fördergrenze auf Anlagen mit einer Engpassleistung von maximal 350 kWp (bisher 500 kWp) gesenkt. Sollten Förderwerber bereits genehmigte Anlagenbescheide von über 350 kWp besitzen, so können sie diese Förderanträge einreichen, da eine nachträgliche Reduzierung der Anlagengröße auf maximal 350 kWp möglich ist.

Für 2015 werden die PV-Tarife offen gehalten, um die weitere Kostenentwicklung zu berücksichtigten bzw. die Folgen des Zollabkommens der EU mit China zu beobachten. Für den Fall, dass es zu keiner weiteren Anpassung kommt, gilt die gesetzliche Abschlagsregelung in Höhe von acht Prozent. Außerdem wird zur Verringerung von Konflikten bei der Landnutzung die PV-Förderung für 2015 ausschließlich für PV-Anlagen auf Gebäuden oder sonstigen baulichen Anlagen bereitgestellt. Zudem wird ab 2015 die Förderung für Gebäude-Photovoltaikanlagen mit einer Engpassleistung von über 200 kWp ausgeschlossen. Damit gibt es schon jetzt Planungssicherheit für 2015.

Weitere Informationen zur Tarifförderung 2014 unter www.pvaustria.at/forderungen

Hier kommen Sie zur Originalaussendung:

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Neuerungen bei der PV Förderung 2014 | OeMAG-Aussendung

Beginn ist der 2.1.2014, 10 Uhr. Neues „Ticket System“ bringt Vereinfachungen für Antragssteller. Automatisierte Antragssysteme werden ausgeschaltet.
Die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom wird aufgrund der Analysen des Förderstarts im Vorjahr einige Änderungen bei der Antragsstellung für die Photovoltaikförderung 2014 durchführen. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der E-Control wurde versucht, die Einreichung transparenter und kundenfreundlicher zu gestalten sowie mit diversen Maßnahmen die Einreichung durch automatisierte Systeme (Robots) zu verhindern.

Anträge auf Förderung von Ökostromanlagen können am Donnerstag, 2.1.2014, ab 10 Uhr MEZ eingebracht werden. Vorher werden die Systeme intensiv getestet. Damit fällt die Notwendigkeit zur Einreichung in der Silvesternacht weg.
Förderanträge können ausschließlich online direkt unter https://settlement.oem-ag.at/emweboemag/startApp.do oder über die Homepage www.oem-ag.at (Login-Button) eingebracht werden. Die Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht mehr möglich.

Die Antragstellung erfolgt ab 2014 grundsätzlich in zwei Schritten. Als erster Schritt wird ein sogenanntes „Ticket“ gelöst, um die grundlegenden Daten einzugeben. Hierzu benötigt der Antragsteller lediglich den Zählpunkt der geplanten Ökostromanlage, der dem erforderlichen Ökostromanerkennungsbescheid der Landesregierung entnommen werden kann. Um das Förderkontingent vergeben zu können, muss auch der Energieträger und die Engpassleistung bzw. die Modulspitzenleistung fixiert werden.
Um die automatisierte Antragstellung mit Hilfe von „Robots“ blockieren bzw. erschweren zu können, wurden verschiedenste geeignete Maßnahmen gesetzt.
An die hinterlegte Mailadresse wird bei erfolgreicher Ticketlösung ein Bestätigungsmail versendet. Mit Hilfe des Passwortes ist sichergestellt, dass nur der Antragsteller seinen Förderantrag in weiterer Folge bearbeiten kann.
Um den Reihungszeitpunkt des gelösten Tickets zu behalten, müssen als zweiter Schritt die Details zu der geplanten Ökostromanlage innerhalb einer Frist von 48 Stunden ergänzt werden. Die Möglichkeit zur Eingabe dieser Daten besteht jedoch frühestens 4 Stunden nach Eingabe des Tickets, damit das System nicht unnötig lange belastet ist. Neben den Informationen zu einer Ansprechperson und der Erfassung eines Benutzers-Logins, mit welchem der Antragsteller später wieder einen Überblick über seine gestellten Förderanträge im Abwicklungssystem der OeMAG erhält, sind nun die Informationen zur gewünschten Vertragsart (Neuanlage oder Erweiterung) und den Daten zu dem Ökostromanerkennungsbescheid (Datum, Geschäftszahl, Name des Anlagenbetreibers) wichtig.
Der Zeitpunkt der Eingabe der Daten innerhalb der Frist von 48 Stunden hat jedoch keinen Einfluss auf die Reihung.
Neben allgemeinen Informationen zur Antragsabwicklung ist auf der Homepage der OeMAG (www.oem-ag.at) auch ein Leitfaden zur neuen Antragstellung zu finden.