PV-Tarifförderung bereits bis 2011 ausgebucht

Am Ende des Jahres 2009 warten Photovoltaik-Industrie und Interessierte immer noch auf jene Verordnung, die bestimmt welche Vergütung es im Jahr 2010 geben wird.

Nichtsdestotrotz stellen immer mehr Menschen schon jetzt den Antrag auf Photovoltaik-Tarifförderung bei der Ökostrom-Marktabwicklungsstelle (OeMAG). Diese berichtet, dass die Warteliste das bescheidene Förderkontingent für 2010 bereits bei Weitem übersteigt. Wer Ende 2009 bei der OeMAG um Tarifförderung ansucht, kommt frühestens im Jahr 2011 zum Zug. Es sei absehbar, dass auch diese Mittel bald knapp würden. Wie viel Geld tatsächlich bereits vergriffen ist, kann erst im Detail ermittelt werden, wenn auch die Tarife für 2010 festgelegt sind. Es liegt nun an Wirtschaftsminister Mitterlehner, Umweltminister Berlakovich und Konsumentenschutzminister Hundstorfer rasch Tarife auf international vergleichbarem Niveau zu verordnen, fordern die Ökostrom-Verbände.

Die im Herbst 2009 in Kraft getretene Novelle des Ökostromgesetzes sieht vor, dass künftig Ansuchen bei der OeMAG für insgesamt 4 Jahre gelistet bleiben können. Es gelten dabei jene Tarife, die im Jahr der Antragstellung vorgesehen waren.

Weitere Neuerungen im Ökostromgesetz:

  • Nur noch Photovoltaik Anlagen mit mehr als 5 kWp-Leistung werden nach dem Ökostromgesetz durch Tarife gefördert (Kleinanlagen mit weniger als 5 kWp können nur noch Investitionsförderung aus dem Klimafonds entgegen nehmen)
  • Die Laufzeit wurde auf volle 13 Jahre verlängert
  • Die Kofinanzierungspflicht durch die Bundesländer entfällt